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Aus der Umzugskiste ins Bücher-Regal

Mit Freude am Lernen: Karin Storf-Becker und Marita Souville freuen sich über die vielfältigen Medien, die Monique Moser und Marie Courrier (von links) aus Forbach mitgebracht haben. TV-Foto: Anke Pipke
Mit Freude am Lernen: Karin Storf-Becker und Marita Souville freuen sich über die vielfältigen Medien, die Monique Moser und Marie Courrier (von links) aus Forbach mitgebracht haben. TV-Foto: Anke Pipke
Werbung für die französische Sprache: Gleich mehrere Kisten voller Bücher, CDs, DVDs und vielem mehr sind aus dem lothringischen Forbach in der Konzer Stadtbibliothek angekommen. Sie sind Teil des Medienaustauschs, der seit 1997 zwischen den beiden Büchereien rege betrieben wird.

Konz. (api) Die Zauberflöte auf Französisch: Das ist nur ein Beispiel der rund 150 neuen Medien, die für begrenzte Zeit ihren Weg in die Konzer Stadtbibliothek gefunden haben. Das Besondere: Seien es Bücher, DVDs, Videos, CDsoder CD-Roms - es sind alles französische Medien und stammen aus dem Bestand der Médiathèque Forbach in Lothringen.Seit rund elf Jahren besteht die Partnerschaft zwischen den Büchereien. Den Ursprung fand sie 1997 bei einer Tagung von EuRegio zum Thema "Grenzüberschreitende Kulturpolitik" in Saarbrücken. "Forbach suchte eine deutsche Partner-Bibliothek", erzählt die Konzer Kulturbeauftragte Marita Souville. "Da habe ich uns gleich ins Gespräch gebracht." Gerade weil Konz und sein Umland an der Grenze zu Luxemburg liege und Frankreich auch nicht weit weg sei, gestalte sich der Austausch mit französischen Partnern sehr interessant.Dreimal im Jahr besuchen sich die Vertreter und tauschen nicht nur kistenweise Bücher und Ähnliches aus, sondern erzählen auch von den Aktionen in der eigenen Stadt, von Entwicklungen im Bibliothekswesen und den landestypischen Lesegewohnheiten. So hat es sich inzwischen eingespielt, dass aus Forbach eher Medien für Kinder und Jugendliche nach Konz gebracht werden. "Die Nachfrage ist sehr hoch", erläutert Karin Storf-Becker, Leiterin der Konzer Stadtbibliothek. Monique Moser und Marie Courrier von der Forbacher Bücherei erzählen indes, dass bei ihnen vor allem ältere Menschen die deutsche Literatur bevorzugen. In Zukunft wollen die beiden Bibliotheken ihre Partnerschaft intensivieren und vielleicht auch Schulklassen mit einbinden.