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Tourismus
Schweizer Firma will Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe in Konz

 So könnte das später mal aussehen: Die River Venture musste im Mai 2013 wegen Hochwasser einen Tag am Moselufer bei Karthaus ankern, weil das riesige Kreuzfahrtschiff nicht unter der Römerbrücke durchpasste.
So könnte das später mal aussehen: Die River Venture musste im Mai 2013 wegen Hochwasser einen Tag am Moselufer bei Karthaus ankern, weil das riesige Kreuzfahrtschiff nicht unter der Römerbrücke durchpasste. FOTO: Christian Kremer
Konz. Der städtische Bauausschuss will sich Fragen zu Kreuzfahrttourismus beantworten lassen, bevor er zustimmt.
Christian Kremer

Redakteur/Reporter

Konz Flusskreuzfahrten liegen im Trend. Auf der Mosel sind immer mehr große Kreuzfahrtschiffe unterwegs, die Hunderte Touristen von der Obermosel bis nach Koblenz bringen. Nun könnte auch Konz zu einem Zielort für die 135 Meter langen Boote  werden – zumindest, wenn es nach einer Firma aus der Schweiz geht, die im Konzer Rathaus angefragt hat, ob sie am Moselufer in Karthaus eine Anlegestelle einrichten darf. Der Bauausschuss der Stadt Konz hat das Thema am Dienstagabend diskutiert und steht dem Vorhaben nicht ablehnend gegenüber. Allerdings gibt es noch offene Fragen.

Der Steg könnte zwischen dem Sportboothafen und dem Spielplatz am Moselufer gebaut werden. Zusätzlich braucht die Schweizer Firma einen Busparkplatz in der Nähe, um die Kreuzfahrtgäste weiter zu den touristischen Zielen in der Region bringen zu können. Der Mitfahrerparkplatz des Landesbetriebs Mobilität genügt den Schweizern laut der Konzer Verwaltung nicht, weil er zu weit vom potenziellen Anlegeplatz entfernt ist.

Deshalb habe die Firma nach der Fläche gefragt, die der Wassersportclub Konz zurzeit als Anhängerparkplatz nutzt. Das hat die Verwaltung abgelehnt, weil die Fläche an den Verein verpachtet ist. Bürgermeister Joachim Weber betonte zudem, dass er Bedenken wegen zusätzlichen Busverkehrs auf dem Mosel-Radweg habe. Immerhin seien dort Autos und – gerade in der Tourismussaison – Radfahrer unterwegs. Durch die Anlegestelle kämen noch Fußgänger dazu. Deshalb plädiert die Verwaltung dafür, dass die Schweizer Firma mit Möbel Martin klärt, ob die Busse auf dem großen Parkplatz des Möbelhauses halten dürfen.

Die Mitglieder des Bauausschusses wollten zudem wissen, wie viele Boote und Touristen durch den Anleger nach Konz kommen und ob zum Beispiel zusätzlich mit Anlieferverkehr zu den Schiffen zu rechnen ist. Die Verwaltung will die offenen Fragen an das Unternehmen richten und das Thema später erneut diskutieren lassen.