| 17:45 Uhr

Infrastruktur
Der Kanalbau im Konzer Wohngebiet geht voran

Die Arbeiten auf der Hubert-Zettelmeyer-Straße haben die Einmündung Schlesierstraße erreicht.
Die Arbeiten auf der Hubert-Zettelmeyer-Straße haben die Einmündung Schlesierstraße erreicht. FOTO: Friedhelm Knopp
Konz. Keine Sommerpause haben die Bauleute bei den Kanalarbeiten auf der Konzer Hubert-Zettelmeyer-Straße in Berendsborn: Auch bei mehr als 30 Grad läuft der Bagger weiter.

Schweres Baugerät, tiefe Gräben und darin frisch verlegte Beton­abwasserohre bestimmen derzeit das Bild auf der unteren Hubert-Zettelmeyer-Straße. Die Ruhe im rund 65 Jahre alten Wohngebiet Berendsborn ist vorerst dahin. Für die nächsten acht bis zehn Jahre werden Tiefbau- und Straßenarbeiten das Leben der Anwohner mitbestimmen.

Grund ist das betagte Kanalsystem, das erneuert werden muss. Auch Teile des Trinkwassernetzes haben Erneuerungsbedarf, zudem neu verlegt werden Gas- und Breitbandversorgung. Wie die Hubert-Zettelmeyer-Straße sollen in den kommenden Jahren alle 19 Straßen auf Berendsborn Zug um Zug bearbeitet werden. Die Gesamtauftragssumme für die gerade laufenden Tief- und Straßenbaumaßnahmen auf der Hubert-Zettelmeyer-Straße beträgt rund 1,61 Millionen Euro.

Nach der Planungsphase durch das beauftragte Trierer Büro HSI Consult und dem Baubeschluss durch den Stadtrat für den ersten Bauabschnitt begannen im Mai 2018 die Arbeiten. Zuvor hatte die Verwaltung in einer stark besuchten Bürgerversammlung über das langzeitlich geplante Projekt „Berendsborn“ informiert. Die Tatsache, dass die Grundstückseigentümer nicht über eine Kostenumlage (wiederkehrende Beiträge) sondern durch direkte Anliegerbeiträge an der Straßenerneuerung beteiligt werden sollen, sorgte in der Versammlung für einige Emotionen (der TV berichtete).

Als erste Berendsborner werden die Anrainer der Hubert-Zettelmeyer-Straße die Beitragsabrechnungen erhalten. Seit Mai laufen dort die Tiefbauarbeiten der Werke. Begonnen hatten sie an der Einmündung Am Berendsborn. Inzwischen hat sich die beauftragte Firma Elenz mit der Kanalerneuerung bis hinter die Einmündung Schlesierstraße vorgearbeitet. Mit zu den Auftraggebern zählen die Stadtwerke Trier (Gasleitungen) und die Westnetz, die Leerrohre für künftige Glasfaserleitungen legt. Michael Naumann, Sprecher der Verwaltung: „Nach den Tiefbauarbeiten der Werke folgt dann abschnittweise der Neubau von Straße und Bürgersteigen.“

Erst für die Straße werden die Anlieger mit zur Kasse gebeten – die Kanalarbeiten gehen auf Kosten der Werke und werden über deren Gebührenhaushalt finanziert. Dazu Werkleiter Ralf Zorn: „Kosten kommen in dem Abschnitt nur auf 19 Anlieger zu, die neue Hausanschlüsse für Wasser und Abwasser erhalten und für die private Neuinstallation ab ihrer Grundstücksgrenze zahlen müssen.“ Was für den anschließenden Straßenbau finanziell genau auf die Anrainer zukommt, kann die Verwaltung noch nicht abschließend sagen. Sprecher Naumann: „Unsere Beitragsabteilung arbeitet noch an der genauen Kostenermittlung je nach Grundstücksgröße. Wir gehen davon aus, dass die genauen Zahlen Mitte August feststehen.“