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Ein Zahlenwerk mit Licht und Schatten

Für 2008 kann die VG Konz einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen. TV-Foto: Monika Kewes
Für 2008 kann die VG Konz einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen. TV-Foto: Monika Kewes
Einen ausgeglichenen Haushalt hat die Verbandsgemeinde (VG) Konz für das kommende Jahr vorgelegt. Wichtigstes Projekt ist der Umbau oder Neubau des Schwimmbads. Von unserer Redakteurin Monika Kewes

Konz-Karthaus. Ein bisschen Festtagsstimmung war in der Sitzung des VG-Rats in Konz zu spüren. Denn auch für 2008 hat die VG einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt. Allerdings kam auch ein bisschen Abschiedsstimmung auf. Sollte Bürgermeister Winfried Manns sich im Herbst als neuer Verbandsdirektor des Gemeinde- und Städtebunds in Richtung Mainz verabschieden, war dies seine letzte Haushaltssitzung auf dem Chefsessel. Das nutzten die Fraktionen, um ihm bereits vor dieser Entscheidung für die bisherige Zusammenarbeit zu danken. Für 2008 hat die VG einen ausgeglichenen Haushalt vorzuweisen, den CDU, FWG und FDP mehrheitlich gegen SPD und Grüne verabschiedet haben. Eine weitere frohe Kunde wollte Manns nicht "unterschlagen": Der Umlagesatz der VG wird um zwei Punkte auf 36 Prozent reduziert. Damit werden die Gemeinden in der VG prozentual weniger zur Kasse gebeten. Neben dem Großprojekt Um- oder Neubau des Schwimmbads (für 2008 sind rund 5,7 Million eingeplant) sind im Vermögenshaushalt neun von 25 Maßnahmen bei den Schulen angesiedelt. Weitere Investitionen: Sanierung des Dachs der Wiltinger Sporthalle (262 000 Euro), Ausstattung der Feuerwehren und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Konz-Niedermennig (250 000 Euro).Friedhelm Schücker, CDU, erklärte bezüglich des Schwimmbads: "Es wäre schön, wenn wir mit der lang ersehnten Maßnahme beginnen könnten." Lothar Rommelfanger (SPD) beklagte die mangelnden Spielräume für die Kommunen: "Von einer Selbstverwaltung der Gemeinden ist fast keine Rede mehr." Er begrüßte die Investitionen in Schulen und Jugendarbeit. Inhaltlich sei seine Fraktion mit dem Haushalt zwar einverstanden, wegen der vorgeschlagenen Erhöhung der Gebühren für Wasser- und Abwasser (Ausführlicher Bericht folgt) stimme sie jedoch nicht zu. Sabina Quijano, Bündnis 90/Die Grünen, begrüßte die Mittel, die für Ganztagsschul-Programme bereitgestellt werden. Sie mahnte jedoch in puncto Schwimmbad: "Wir brauchen in Konz kein Prestigeobjekt mit beheiztem Ganzjahres-Außen- oder Solebecken, sondern eine an unsere Finanzmöglichkeiten und Bedürfnissen gemessene Freizeiteinrichtung." Weil auch ihre Fraktion nicht mit der vorgeschlagenen Festlegung der Wassergebühren einverstanden ist, lehnte sie die Zustimmung zum Haushalt ab. Maria Schmitz, FWG, freute sich über "eine leichte Entlastung der Ortsgemeinden". Weniger gefiel ihr, dass es in Sachen Schwimmbad keine Neuigkeiten bezüglich eines Neu- oder Umbaus gibt. Da ein ausgeglichener Haushalt "im Sinne der FWG" sei, stimmte sie dem Haushalt zu. Franz Görtz, FDP, sprach von einem "zufriedenstellenden, übersichtlichen und transparent aufgestellten Spar-Haushalt" mit Licht und Schatten. Trotz Ausgeglichenheit seien die Spielräume für freiwillige Leistungen gering. Auch seine Fraktion stimmte dem Planwerk zu.Extra Der Haushalt in Zahlen: Im Verwaltungshaushalt liegen Einnahmen und Ausgaben bei rund 14,7 Millionen Euro. Im Vermögenshaushalt stehen sich Einnahmen und Ausgaben von rund 7,7 Millionen Euro gegenüber. Die VG-Umlage wird von 38 auf 36 Prozent reduziert. Die Grundschulumlage für die Grundschulen Nittel, Pellingen, Tawern, Wasserliesch und Wiltingen wird mit einem Betrag von etwa 934 000 Euro erhoben. Damit ergibt sich eine Gesamtumlage-Höhe von 41,3 Prozent. Die allgemeine Rücklage der VG liegt bei 675 000 Euro. Sprüche aus dem Rat "Ich möchte es vermeiden, als Schwätzer bezeichnet zu werden." CDU-Fraktionsvorsitzender Friedhelm Schücker kündigt mit Bezug auf Diskussionen im Stadtrat eine kurze Haushaltsrede an. Dazu Maria Schmitz (FWG): "Wir sind hier doch nicht im Stadtrat. (mok)