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Emotionaler Abschied vom Rektor

Da greift er gerne selbst zum E-Bass: Karl Grundhöfer mit Sängerin Veronique Weishaar. TV-Foto: Anke Pipke
Da greift er gerne selbst zum E-Bass: Karl Grundhöfer mit Sängerin Veronique Weishaar. TV-Foto: Anke Pipke
Mit viel Musik, Tanz und Lobesworten haben Schüler, Lehrer und Freunde von dem Konzer Hauptschul-Chef Karl Grundhöfer Abschied genommen. Er geht Ende Juli in Ruhestand.

Konz. (api) Es kullern hier und da ein paar Tränen, immer wieder ist zu hören, wie sehr sie ihn vermissen werden: Am Mittwochmorgen haben Schüler, Lehrer und Wegbegleiter unter dem Motto "Ein Lotse geht von Bord" ihren Konzer Hauptschulrektor Karl Grundhöfer in den Ruhestand (der TV berichtete) verabschiedet. In den bei diesen Anlässen kaum wegzudenkenden Ansprachen gingen die Redner vor allem auf die vielfältigen Qualitäten des Rektors ein. "Er ist ein geborener Pädagoge: Er hat Geduld und das Gespür dafür zu wissen, wo stehen meine Schüler, wo brauchen sie Hilfe und wo können sie selbstständig arbeiten", sagte seine Stellvertreterin Sabine Engler. Sie lasse ihn nur ungern gehen, ein Trost bleibt ihr: "Charly, wir kennen deine Telefonnummer."

Schulelternsprecherin Alexandra Höffken bezeichnete Grundhöfer in ihrer bewegenden Rede als "nicht nur sympathischen Menschen". Er sei zudem ein "korrekter, fairer und verständnisvoller Mann".

Schüler singen, tanzen, musizieren



Lobesworte fand auch Bürgermeister Karl-Heinz Frieden, der sich unter anderem für die konstruktive Zusammenarbeit mit der Verwaltung bedankte. Erna Hockertz und Ilka Himmelsbach, eigentlich Mitglieder des Personalrats, diesmal aber Matrosen des Hauptschul-Schiffs, erinnerten an einige Verdienste Grundhöfers wie die Gründung der Hauptschulband, die Einrichtung der Schwerpunkt- und Ganztagsschule und die Schaffung der Arbeitswelt-Klassen.

Regierungsschuldirektor und Studienkollege Peter Herrgesell überreichte Grundhöfer die entsprechende Urkunde zum Abschied.

Aufgelockert wurde das Programm durch die Musik-, Turn-, Sketch- und andere Beiträge der Schüler. Beinahe aus jeder Jahrgangsstufe ließen es sich die Jungen und Mädchen nicht nehmen, etwas zur Feierstunde beizutragen: Sie haben gesungen, getanzt, einen "Grundi-Rap" präsentiert oder einfach nur "Danke" gesagt.

Eine besondere Überraschung gelang, als ehemalige Musiker der Hauptschulband auftraten und ihrem alten Schulleiter zu Ehren noch einmal gemeinsam spielten. "Ich habe es mir insgeheim gewünscht, dass so etwas heute passiert", sagte Grundhöfer. Er war sichtlich erfreut und durfte zwischendurch gar selbst zum E-Bass greifen.