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Freizeit
Freilichtmuseum Roscheider Hof lockt mit Markt Menschen an

Neben dem Herbstmarkt am Sonntag hofft der Roscheider Museumsverein auf ein erfolgreiches Weihnachtsdorf im Dezember.
Neben dem Herbstmarkt am Sonntag hofft der Roscheider Museumsverein auf ein erfolgreiches Weihnachtsdorf im Dezember. FOTO: Herbert Thormeyer / HERBERT THORMEYER
Konz. Der Roscheider Hof arbeitet mit dem Veranstalter Christof Kramp zusammen, um mehr Besucher anzuziehen. Am Sonntag, 21. Oktober, gibt es deshalb „selbst Gemachtes“. Doch es wird auch dringend ein neuer Gastronom gebraucht.
Christian Kremer

Ich kümmere mich beim Trierischen Volksfreund seit 2010 um die Konzer Ausgabe. Vorher habe ich ein Volontariat in der Redaktion absolviert und in Trier Germanistik, Politik- und Medienwissenschaft studiert. Mir ist es besonders wichtig, im Dialog mit den Lesern zu sein. Wer Anregungen hat kann sich jederzeit an mich wenden.

Das Freilichtmuseum macht gerade ein schwieriges Jahr durch. Nach der Insolvenz der Betreiber der Gaststätte im Roscheider Hof hat der Museumsverein noch keinen neuen Wirt gefunden. Somit endet die Museumssaison und auch das Jahr 2018 höchstwahrscheinlich ohne gastronomisches Angebot (siehe Info). Für den Museumsverein ist das hart. Laut Geschäftsführer Hermann Kramp sind dieses Jahr kaum Busse zum Roscheider Hof gekommen.

Denn gerade bei Gruppenreisen werde ein gastronomisches Angebot erwartet. Weil das 2018 nicht vorhanden war, geht der Verein davon aus, dass bis zum Jahresende etwa 8000 Menschen weniger als im Vorjahr den Roscheider Hof besuchen werden. Zum Vergleich:   2017 wurden rund 50 000  Besucher gezählt, 2016 waren es sogar 53 000.

Um trotz dieser Umstände möglichst viele Menschen anzulocken, braucht das Museum neue Ideen. Dazu hat sich der Roscheider Hof Christof Kramp ins Boot geholt. Der Saarburger veranstaltet zum Beispiel seit Jahren an verkaufsoffenen Sonntagen erfolgreiche Märkte und Konzerte im Konz-Saarburger Raum, aber auch im Saarland. Für das Freilichtmuseum hat er sich in der Vergangenheit bei größeren Veranstaltungen um das Catering gekümmert. Am Sonntag, 21. Oktober,  richtet er von 11 bis 18 Uhr erstmalig einen Herbst- und Kreativmarkt auf dem Museumsgelände aus. Auf den beiden Innenhöfen des Museums werden dann 30 Stände aufgebaut.

Christof Kramp verspricht hochwertige Waren, alles „selbstgemacht“. So lautet auch das Motto der Veranstaltung: Dementsprechend werde es selbst gemachte Töpfer-, Leder- und Wollartikel, selbst Genähtes, aber auch kulinarische Spezialitäten wie Senf, Brot, Käse, Likör oder Wein zu kaufen geben. Und der Veranstalter verspricht auch ein gastronomisches Angebot: Flammkuchen, Apfelpfannkuchen, Waffeln, Crêpes und vieles mehr. Der Eintritt zum Museum wird anlässlich des Markts nur drei Euro (Kinderpreis) statt der üblichen sieben Euro für Erwachsene kosten. Auch Livemusik soll es am Sonntag geben, vom Trierer Sänger Achim Weinzen.

Museumsgeschäftsführer Hermann Kramp erwartet viel von dem Markt. Wenn diese Veranstaltung und das Weihnachtsdorf am 8. und 9. sowie 15. und 16. Dezember gut besucht seien, könne das Museum die Besuchereinbußen aus dem Sommer noch halbwegs ausgleichen, sagt er im Gespräch mit dem TV. Hermann Kramp geht zudem davon aus, dass die Hofschänke ab der nächsten Saison wieder verpachtet ist. „Wir verhandeln noch mit zwei Interessenten“, sagt er. Insgesamt hätten sich nach der Insolvenz der Vorgänger zehn Gastronomen gemeldet. Einige seien durch die Größe der Hofschänke abgeschreckt worden, weil der Biergarten und der Innenbereich jeweils 120 Plätze und ein Nebenraum weitere 25 Plätze haben.

Doch 2019 hofft das Museum nicht nur gastronomisch auf einen Neuanfang. Zusammen mit Veranstalter Christof Kramp will der Verein die Waldbühne im Museum regelmäßiger bespielen. Seit ihrer Eröffnung 2014 wurde sie bisher eher sporadisch genutzt. Im Gespräch mit dem TV erklärt Christof Kramp dazu, dass er sonntags Konzerte im Roscheider Hof veranstalten möchte. Es sollen an einem Tag jeweils zwei Bands auftreten, die zum Beispiel Jazz oder Bluesrock spielen, eine vormittags, eine nachmittags. In einem ist sich der Saarburger sicher: „Ohne das Freilichtmuseum wäre in Konz noch weniger los.“