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Fünf Jahre Internationale Orgelkonzerte Konz - Organisator Karl Ludwig Kreutz im Gespräch

 Organisator Karl Ludwig Kreutz zieht eine insgesamt positive Bilanz der Internationalen Orgelkonzerte in Konz. Foto: Privat
Organisator Karl Ludwig Kreutz zieht eine insgesamt positive Bilanz der Internationalen Orgelkonzerte in Konz. Foto: Privat FOTO: (h_ko )
Konz. Seit fünf Jahren finden auf der Gaida-Orgel in St. Nikolaus die "Internationalen Orgelkonzerte" statt. Organisator Karl Ludwig Kreutz ist dabei ein attraktiver Mix aus bereits arrivierten Organisten wie Andreas Rothkopf oder Theo Brandmüller und jungen Talenten gelungen.

Konz. Im Gespräch mit TV-Mitarbeiter Martin Möller zieht Karl Ludwig Kreutz eine ganz überwiegend positive Bilanz der vergangenen fünf Jahre.
Herr Kreutz, fünf Jahre Internationale Orgelkonzerte Konz. Sind Sie zufrieden?
Kreutz: Ich bin sehr zufrieden. Es ist in den fünf Jahren gelungen, junge, meisterhafte und angesehene Künstler nach Konz zu holen. Ich wünsche mir, dass dieses lebendige Konzertleben in St. Nikolaus als wesentlicher Bestandteil der Konzer Kultur fortgeführt werden kann.
Sind Sie auch zufrieden mit dem Interesse des Publikums?

Kreutz: Das Publikumsinteresse war schon immer - sagen wir: etwas schwach. Wer in die Orgelkonzerte geht, ist sehr interessiert, aber es könnten mehr Besucher werden als die ungefähr 50 pro Konzert. Das ist eindeutig zu wenig.
Nun ziehen die Trierer Orgelzyklen ja deutlich mehr Besucher an. Gibt es ein Alleinstellungsmerkmal der Konzer Orgelkonzerte - etwas, das sie von Zyklen in Trier und andernorts unterscheidet?
Kreutz: In Konz ist der Organist ganz nahe bei den Besuchern. Es ist eine Art Privatissimum. Das gibt es in Trier nicht. Darum haben wir gerade mit den Kinderkonzerten einen erstaunlichen Erfolg. Sie finden seit 2012 jährlich statt und werden von meiner Tochter Vivien Kreutz und mir gestaltet. Zu "Hänsel und Gretel" Anfang November 2016 kamen an die 100 Kinder und Erwachsene. Auch in anderen Kinderkonzerten hatten wir einen guten Besuch. Es ist für die Kinder faszinierend, eine Handlung zu verfolgen und zugleich zu sehen, wie der Künstler agiert.
Eröffnet sich da für künftige Orgelkonzerte eine neue Perspektive?
Kreutz: Mit Sicherheit! Wir haben auch die Absicht, das weiterzuführen und die jüngste Generation an das Instrument Orgel heranzuführen. Jedenfalls sind die Orgelkonzerte auch für die Künstler durch ihre Nähe zum Publikum eine - ich möchte sagen: hautnahe Herausforderung.
Sie hatten einmal gesagt, dass der Schwerpunkt der Programme auf Bearbeitungen für Orgel liegt. Bleibt es dabei?
Kreutz: Es soll dabei bleiben, das ist ausdrücklich mein Wunsch. Bearbeitungen, musikalische Literatur und Improvisation sind die Grundpfeiler des Programms. Ein weiterer Akzent soll auf zeitgenössischer Musik liegen.
In den Trierer Zyklen spielt der Hausorganist ein oder sogar zwei Konzerte. Wie sieht es bei Ihnen aus?
Kreutz: Ich gebe das ganze Kirchenjahr über in jedem Gottesdienst eine Art kleines Konzert. Deswegen bin ich in der Regel im Zyklus nicht dabei.
Was steht Ihnen für die Reihe finanziell zur Verfügung?

Kreutz: Zur Deckung der Unkosten gibt es für alle vier Konzerte zusammen von der Stadt 1000 Euro und einen Zuschuss von der Kirchengemeinde in annähernd gleicher Höhe. Damit kann ich keine großen Sprünge machen. Die Gastorganisten kommen oft aufgrund persönlicher Beziehungen. Sie hätten mit ihren künstlerischen Qualitäten ein größeres Publikum verdient.
Wann spielen Sie das nächste Orgelkonzert in Konz?

Kreutz: Die Reihe für 2017 steht schon fest. Ich werde in Konz wieder im Jahr 2018 ein Konzert spielen. möExtra

Internationale Orgelkonzerte Konz 2017: - 30. April: Stefan Kreutz, Villmergen/Schweiz - 25. Juni: Prof. Sohyun Park, Seoul/Korea - 24. September: Antonina Krymova, St. Petersburg/Russland - 19. November: Nicolaus Berndt, Leipzig mö