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Medien
30 000 Medien für wenig Geld

Bibliotheksleiterin Elisabeth Kurzmann zeigt Bürgermeister Joachim Weber und den Mitgliedern des Kulturausschusses der Stadt Konz die Besonderheiten der Einrichtung.
Bibliotheksleiterin Elisabeth Kurzmann zeigt Bürgermeister Joachim Weber und den Mitgliedern des Kulturausschusses der Stadt Konz die Besonderheiten der Einrichtung. FOTO: Rainer Neubert
Konz. Ob das Gebäude Konstantinstraße 50 renoviert wird, ist eine Frage, die der Stadtrat Konz in einiger Zeit treffen muss. Aber auch bei einem Neubau müsste die Stadtbibliothek für längere Zeit umziehen. Von Rainer Neubert
Rainer Neubert

Für etwa 30 000 Bücher, CD und DVD müsste dann vorübergehend eine neue Bleibe gefunden werden.

Wie umfassend das Angebot ist, hat Bibliotheksleiterin Elisabeth Kurzmann nun den Mitgliedern des Kulturausschusses der Stadt Konz gezeigt. Sie erläuterte dabei auch, dass derzeit 2000 Nutzer das Angebot wahrnehmen. 125 sind älter als 65 Jahre. „Die Jahresgebühr beträgt derzeit 15 Euro“, so Kurzmann. „Dafür können Medien in unbegrenzter Zahl ausgeliehen und auch das noch neue Online-Angebot der Onleihe Rheinland-Pfalz genutzt werden.“ Das sei insgesamt ein unglaublich großes Angebot, das für wenig Geld genutzt werden könne.  

Wenn der Stadtrat in einer seiner nächsten Sitzungen der Empfehlung des Kulturausschusses folgt, wird allerdings die Jahresgebühr bald um drei Euro erhöht. „Das ist eine moderate Summe, mit der wir nicht unseren Haushalt sanieren werden“, sagt Bürgermeister Joachim Weber. „Aber dafür bieten wir tatsächlich auch etwas an. Und wie die Zahlen zeigen, wird es angenommen.“

Die Erhöhung wäre die erste seit 2015. Sie würde auch eine dezente Angleichung der Vormerkgebühren von 75 Cent auf einen Euro beinhalten. Jugendliche und Einkommensschwache sollen nach wie vor kostenlos das Angebot der Stadtbibliothek nutzen können.

Dort liegen auch Literatur und Übungshefte für den Erwerb der deutschen Sprache bereit. Auch Literatur in einfacher Sprache ist für alle zu haben.

Dass die nicht häufig ausgeliehen wird, bedauert Elisabeth Kurzmann. „Aber wie soll jemand, der Probleme mit der Sprache hat, auf die Idee kommen, den Weg in eine Stadtbibliothek zu finden.“

Eine weitere Möglichkeit, um günstig an Literatur zu kommen, soll in der Bahnhofstraße entstehen. Dort wird nach Angaben von Bürgermeister Weber ein innogy-Bücherschrank aufgestellt.  

Leseratten können dort kostenlos neue Lektüren finden und selbst Bücher bereitstellen, die sie gerne abgeben. Die Patenschaft soll die Buchhandlung Kolibri übernehmen.