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Ich lebe gern in der VG Konz: Ortsgemeinde Oberbillig

Oberbillig.
Oberbillig. FOTO: Portaflug
Oberbillig. Die Ortsgemeinde Oberbillig im TV-Fragebogen.

Dorfname: Der heutige Dorfname Oberbillig leitet sich ab von "Billiche", der mittelalterlichen Bezeichnung für die unmittelbar oberhalb der Sauermündung gelegene Doppelsiedlung, dem heutigen linksseitig der Mosel gelegenen Wasserbillig und dem rechtsseitigen Oberbillig. Kaiser Otto III. verleiht im Jahr 1000 dem Abt Ofrad von der Trierer Abtei St. Maximin als Grundherrn das Markt-, Münz- und Zollrecht "in quadam villa Billiche dicta" also "in der Ortschaft, die Billiche genannt wird".Aus "Biliche supra aquam" für den rechtsseitigen Ortsteil, Billiche über dem Wasser (auf der anderen Moselseite), wurde letztlich Oberbillig - Uwerbëllich! Einwohnerzahl: gesamt: 1043. Davon: 511 männlich, 532 weiblich (Stand: Jan. 2012). Zum Vergleich Jahr 2002: Gesamt: 829; davon 405 männlich, 424 weiblich. Das bedeutet einen Bevölkerungszuwachs von 25 Prozent in den letzten 10 Jahren. Fläche: Flächennutzung am 31.12.2010: Bodenfläche insgesamt in Quadratkilometer: 5,36. Davon in Prozent:Landwirtschaftsfläche: 48,4Waldfläche: 37,0Wasserfläche: 1,1Siedlungs- und Verkehrsfläche: 12,1Sonstige Flächen: 1,4 Dorfgründungsjahr: Beide Ortsteile sind keltischen Ursprungs, wie Keramik- und sonstige Funde belegen. In der Römerzeit im zweiten Jahrhundert waren es beachtliche Siedlungen. Das heutige linksseitige Wasserbillig war die größere. Sie war durch die über die Sauerbrücke führende Fernstraße mit den Städten Augusta Treverorum (Trier) und Dividorum Mediomatricorum (Metz) verbunden. Die rechtsseitige bäuerliche Ansiedlung (Oberbillig) kann von Anfang als ihr "Ableger" angesehen werden. Es muss bereits damals eine stattliche Ansiedlung im Bereich der heutigen Fährstraße, Küferstraße und Kapellenstraße gewesen sein, denn dorthin führte eine im zweiten Jahrhundert gebaute 550 Meter lange gemauerte Wasserleitung. Politisch gehörte Oberbillig bis 1820 zu Wasserbillig. Erst in der Folge des Wiener Kongresses - insbesondere durch den Preußisch-Niederländischen Grenzvertrag - wurde Oberbillig eine selbstständige Gemeinde in Preußen. Kirchlich war Oberbillig bis 1821 eine Filiale von Wasserbillig. Dort war auch der gemeinsame Friedhof. Nach der Gründung der eigenen Pfarrei wurde diese jedoch noch weitere 50 Jahre von den Pfarrern von Wasserbillig verwaltet. 1867 weihte Pfarrer Schumacher aus Wasserbillig die neue Oberbilliger Kirche ein. Wahrzeichen: Die Pfarrkirche St. Barbara. Die 1864 in erhöhter Lage erbaute Kirche wurde 1891 von Bauunternehmer Steinmetz aus Wasserliesch erweitert und erhielt 1893 den Turm. Besonders akzentuiert wurde der Turm, der Strebepfeiler, Gesimse, Blendgliederungen und gekuppelte Schallarkaden erhielt. Anstelle der am übrigen Bau verwendeten hellen Hausteinelemente sind hier rote Sandsteingliederungen. Das neugestaltete Innere sehr schlicht, Holzbalkendecke (von 1934) und Teile der Ausstattung stammen aus der Erbauungszeit. Die Pfarrkirche ist auch Teil der Denkmalzone Kirchstraße. Die drei schönsten Wörter auf Platt: Es gibt so viele schöne Wörter auf Platt, so dass diese hier nicht alle aufgeführt werden können. Schöne Sprachbeispiele sind auf der Web-Seite des Roscheider Hofs in der Rubrik "Moselfränkisch". Unter anderem ist dort Karl-Heinz Zimmer aus Oberbillig mit einem Gedicht auf Oberbilliger Platt zu hören. Lieblingsfeind: Sollte der Lieblingsfeind einmal Wasserliesch gewesen sein, so ist dies lange her, und heute arbeiten beide Orte in vielen Bereichen auf der Vereins-, Kirchen- und Gemeindeebene erfolgreich zusammen. Kirchenpatron: Kirchenpatronin ist die heilige Barbara. Sie zählt zu den Vierzehn Nothelfern und wird gegen Gewitter, Feuergefahr, Fieber, Pest und plötzlichen Tod angerufen. Wichtigstes Fest im Dorf: Das wichtigste Fest ist die traditionelle St.-Bartholomäus-Weinkirmes am letzten Wochenende im August (25.-27.08.). Neben zahlreichen kulturellen Beiträgen der befreundeten Musik- und Gesangvereine zeichnet sich die St.- Bartholomäus-Kirmes durch ihr reichhaltiges Speisenangebot und die schmackhaften Weine der heimischen Winzer aus. Der größte Verein im Dorf: Den größten Verein gibt es nicht. Der Musikverein "Fanfare", der Gesangverein "Concordia", der Angelsportverein sowie der Heimat- und Verkehrsverein sind die tragenden Vereine in der Dorfgemeinschaft. Dorf-Saga: Anekdoten gibt es zu viele, als dass man alle hier aufführen könnte. Lassen Sie sich bei einem Besuch bei einem guten Glas Wein von den Einheimischen eine der vielen Gegebenheiten aus unserem Dorf erzählen.

Grußwort



Verehrte Leserinnen und Leser,
als beliebter Wohnort in der Region Trier / Luxemburg liegt die Gemeinde Oberbillig etwa 25 Minuten von der Stadt Luxemburg entfernt an der Obermosel sowie im Nahbereich der Städte Konz und Trier. Die kurzen Wege zu den Arbeitsplätzen in der Region verbunden mit einem bereits im Kleinkindalter einsetzenden Betreuungsangebot der kommunalen Kindertageseinrichtung bieten hervorragende Voraussetzungen, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren.
Einzigartig ist Oberbillig mit seiner direkten Lage am Fluss. Die Frühlings- und Sommertage laden ein zum Verweilen am Moselufer. Einheimische und Gäste genießen die gastronomischen Angebote in der Moselallee und die schmackhaften Weine der heimischen Winzer. Mit der Motorfähre "Sankta Maria" erreichen sie unsere luxemburgische Nachbargemeinde Wasserbillig, mit der unser Ort über lange Zeit weltlich und geistlich verbunden war; diese Verbundenheit wirkt bis heute in vielen Bereichen fort. Auf unseren beliebten Rad- und Wanderwegen möchten wir Sie einladen, die Ursprünglichkeit und Vielfältigkeit der Landschaft entlang der schönen Flusstäler von Mosel und Sauer kennenzulernen.
Die Gemeinde Oberbillig zeichnet sich durch ein besonders reges und abwechslungsreiches Vereins- und Gemeindeleben aus. Bei der Vielzahl an Kultur- und Freizeitangeboten ist sicher einiges dabei, das Ihr Interesse findet. Machen Sie sich bei den Kulturveranstaltungen der Gemeinde und bei den Aktivitäten unserer örtlichen Vereine, Kirchengemeinden oder sonstigen Institutionen ein Bild vom Niveau unseres Gemeindelebens.Die alljährlichen Feste bringen Freude und Unterhaltung. Am letzten Augustwochenende feiern die Oberbilliger ihre traditionelle Bartholomäus-Kirmes auf dem Festplatz in der Moselallee im Schatten der mächtigen Kastanien.Entdecken Sie Oberbillig - ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Herzlich willkommen Andreas Beiling
Ortsbürgermeister