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Computerspiele
Zocken und in fremde Welten eintauchen

 Im abgedunkelten Raum können sich die jungen Teilnehmer des Gaming-Wettbewerbs gut auf ihre Aufgaben konzentrieren.
Im abgedunkelten Raum können sich die jungen Teilnehmer des Gaming-Wettbewerbs gut auf ihre Aufgaben konzentrieren. FOTO: Herbert Thormeyer
Konz. Im Cyberrausch: Erstmals hat das Konzer Haus der Jugend einen Gaming-Wettbewerb in PC- und Konsolenspielen angeboten. 35 Zwölf- bis 17-Jährige machten bei den Wettbewerben mit. Von Herbert Thormeyer

  Ob Wettbewerbe am Computer Sport sind, ist weiter umstritten. Fest steht, Geschick und Konzentration sind auch beim Zocken an der Konsole nötig, um genügend Punkte zu sammeln oder den nächst höheren Level zu erreichen. „Gaming wollten Jugendliche auch mal im Haus der Jugend erleben“, erklärt Haus- und Veranstaltungsleiterin Denise Ziehm.

Gesagt, getan. Mit Philipp Molter vom Institut für Medien und Pädagogik in Mainz und dem Kinder- und Jugendbüro in Schweich waren dafür schnell kompetente Partner gefunden, die genügend Geräte dafür zur Verfügung stellen konnten. Immerhin mussten 22 Rechner, fünf Konsolen und ein Raum für Virtuelle Realität (VR) aufgebaut werden, alles auf dem neuesten Stand der Technik, versteht sich.

„Videospiele sind heute Teil der Jugendkultur“, stellt Medienpädagoge Molter fest. Der Unterschied zum Zu-Hause-vor-dem-Rechner-sitzen sei, dass hier im Konzer Haus der Jugend alle im Wettbewerb befindlichen Teilnehmer, immerhin 35 im Alter von zwölf bis 17 Jahren, sich an Ort und Stelle befinden. „Man hat hier das Gefühl, zusammen zu spielen. Das ist spannender und sozialer“, freut sich der Fachmann.

Acht Helfer springen ein, wenn was nicht so läuft wie es soll. Die Spiele selbst sind den Teilnehmern bekannt. Alles ist altersgerecht eingerichtet. „Da achten wir streng auf die Jugendschutzbestimmungen“, sagt Denise Ziehm. Am Bildschirm wird gebaut, werden Rennen gefahren oder es wird Fußball gespielt.

Im Raum für Virtuelle Realität (VR) setzt Lukas Ruth aus Oberbillig seine VR-Brille auf. „Der Reiz ist, andere Welten zu entdecken mit Erlebnissen, die nicht so ohne weiteres in der Wirklichkeit möglich sind“, erklärt der 14-Jährige. Das könne sehr entspannend sein, aber manchmal auch einen gehörigen Adrenalinschub geben.

Luis Kugel aus Konz hat mit vier weiteren Altersgenossen ein Puzzlespiel entwickelt und lässt es beim Gamer-Wettbewerb an diesem Tag testen. „Das ist ein Training für Künstliche Intelligenz. Man muss Rätsel lösen und zum Roboter werden“, erklärt der 18-Jährige, der auch beruflich in der IT-Branche starten will.

Eines von nur zwei Mädchen, das diesen Tag nutzt, ist Lisa Petry aus Wiltingen. Den Grund dafür sieht die Zwölfjährige darin: „Gaming hört sich ja schon so nach Jungs an.“ Mädchen können aber daran doch auch ihren Spaß haben.