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Investitionsstau in Temmels: Ortsgemeinderat legt Eckpunkte fest

 Der Dorfplatz mit Brunnen wartet in Temmels auf seine Erneuerung. TV-Foto: Herbert Thormeyer
Der Dorfplatz mit Brunnen wartet in Temmels auf seine Erneuerung. TV-Foto: Herbert Thormeyer FOTO: Herbert Thormeyer (doth), Herbert Thormeyer ("TV-Upload Thormeyer"
Temmels. Erst mal diskutieren, im neuen Jahr beschließen - so geht der Ortsgemeinderat Temmels vor, wenn Instandsetzungen von Infrastruktur vorangebracht werden sollen. In der jüngsten Sitzung wurde Unrealistisches von Wichtigem getrennt.

Temmels. Der Temmelser Ortsgemeinderat hat ausgiebig diskutiert. "Wir haben uns von einigen Altlasten getrennt", sagt Ortsbürgermeister Herbert Schneider. Dickster Brocken dabei ist die Verlegung des Radweges im Bereich der geplanten Schiffsanlegestelle und der Bau einer Fußgängerbrücke über die Bahn. Kostenpunkt zusammen: 520 000 Euro.
Da schreiben die Ortsvertreter lieber den Ausbau der im großen Umfang maroden Fahr- und Gehwege auf ihren Wunschzettel. Schneider nennt vorneweg die Kirchstraße, die Bahnhofstraße (unterer Teil), die Weinbergstraße und den Flurweg. "Um die Umlagebeiträge in einem vertretbaren Bereich zu halten, werden wir die Maßnahmen über mehrere Jahre verteilen müssen", erklärt Schneider. In Temmels gilt der wiederkehrende Beitrag.
Keine Baustellen gibt es mehr in dem Moselort. Das soll mit einem Neubaugebiet geändert werden, in dem rund 30 Baustellen auf der Klaus erschlossen werden. "Die Nachfrage ist da", stellt der Ortschef fest. Doch mit der Hanglage wird das Ansinnen nicht ganz billig. Dennoch soll der Quadratmeterpreis ein erträgliches Niveau nicht übersteigen, "damit unsere Nachkommen sich noch ein Haus leisten können", wünscht sich Schneider.
Ganz wichtiges Thema in diesem Dorf ist die Versorgung mit Breitbandinternet, denn, so Schneider: "Onsdorf und Temmels sind beim Ausbau auf der Strecke geblieben."
Das soll sich jetzt ändern. Bis zu 100 000 Euro wollen die Räte denn auch in ihrem künftigen Haushalt verankern, damit aus sechs Megabit pro Sekunde bald bis zu 100 Mbit/s werden.
In einer Umfrage waren Dreiviertel der Haushalte für den schnellen Ausbau. Schneider findet: "Solche Probleme sollten auf Kreisebene gelöst werden."
Ein weiteres Anliegen ist es, Gemeindearbeiter Christian Biermann samt Material und Fahrzeug künftig in den Umkleideräumen des alten Sportplatzes unterzubringen und diese dafür entsprechend umzubauen. Ein Teil der Räume könnte sogar von der Feuerwehr genutzt werden. Neue LED-Lampen für die Straßenbeleuchtung, Investitionen in Spielplätze und den Dorfplatz samt Brunnen runden den Wunschzettel ab.
Beschlossen werden soll das alles im Januar. Dann soll auch eine genauere Übersicht der zu erwartenden Kosten vorliegen. doth