| 00:15 Uhr

Konzert
Könener Kirchenchor singt in Leipzig

Der Kirchenchor Cäcilia St. Amandus Konz-Könen bei der Mitgestaltung des Sonntagsgottesdienstes in der neuen Props-teikirche St. Trinitatis in Leipzig. Foto: Kirchenchor St. Amandus
Der Kirchenchor Cäcilia St. Amandus Konz-Könen bei der Mitgestaltung des Sonntagsgottesdienstes in der neuen Props-teikirche St. Trinitatis in Leipzig. Foto: Kirchenchor St. Amandus FOTO: (h_ko )
Konz-Könen/Leipzig. Mitglieder erfahren auf Chorfahrt viel über den Wandel in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung.

Konz-Könen/Leipzig (red) Eine erlebnisreiche Vier-Tage-Fahrt hat den Kirchenchor Cäcilia der Pfarrei St. Amandus, Konz-Könen nach Leipzig geführt. Bei einem Kurzaufenthalt in Erfurt mit Dombesichtigung und Stadtrundgang konnten die Teilnehmenden sehen, wie sich das Stadtbild seit 1995, als sie ihre Chorfahrt hierher unternommen hatten, zum Guten gewandelt hat.
Leipzig präsentierte sich den Könener Chormitgliedern mit hochwertig sanierten, früher als Wohn-, Lebens- und Arbeitsquartiere angelegten Stadtteilen und als moderne und pulsierende Stadt des Handels, der Wissenschaft, der Musik- und Buchkultur.
In der evangelischen St. Nikolaikirche berichtete ein Zeitzeuge von der politischen Wende: über die Montagsdemonstrationen, über die Unkalkulierbarkeit des Verlaufs, die Ängste und Unsicherheiten und schließlich über den glücklichen Ausgang der friedlichen Revolution, die ohne Blutvergießen zur Wiedervereinigung Deutschlands geführt hatte.
Einen starken Kontrast dazu bildete der Besuch des Völkerschlachtdenkmals, das in seiner Größe und mit seinen monumentalen Skulpturen an den dreitägigen Kampf alliierter Verbände gegen die Truppen Napoleons im Oktober 1813 mit 130 000 toten Soldaten erinnert.
Welche Entwicklung die Wende im Umland von Leipzig gebracht hat, davon berichtete Herbert Ehme, ehemaliger Bürgermeister, Projektinitiator und heutiger Ehrenbürger von Zwenkau unter dem Motto "Vom Grubenrand zum Badestrand" bei einer Bootsfahrt auf dem Zwenkauer See. Hier sind in einem Braunkohle-Abraumgebiet ein Freizeit- und Naherholungsgebiet und ein sehr attraktives Wohngebiet entstanden - realisiert mit der fachlichen Kompetenz und in maßgeblicher Verantwortung eines Konzer Unternehmens.
Als besondere Höhepunkte erlebte der Kirchenchor den Besuch eines Orgelkonzertes in der Heimatkirche des weltberühmten Thomanerchores und Ruhestätte von Johann Sebastian Bach und die kirchenmusikalische Mitgestaltung der Vorabendmesse in der Kirche St. Trinitatis im Zentrum von Leipzig. Es ist dies der größte Kirchenneubau seit der Wende in den neuen Bundesländern, die eine überaus lebendige katholische Gemeinde haben.
Mit einem Stadtbesuch in Alsfeld auf der Rückfahrt ging für die 40 Teilnehmenden, unter ihnen auch Präses Bernhard Bollig, eine abwechslungsreiche, geschichtlich, politisch, kulturell und kirchlich eindrucksvolle Fahrt zu Ende. Was damit nicht zu Ende ist, das ist die Chorgemeinschaft, die auf dieser Fahrt noch einmal mehr zusammengewachsen ist.