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Gemeinde
Mehr Licht und mehr Aussicht

Ortsbürgermeister Horst Hoffmann (Zweiter von rechts) empfing Helfer und Ratsmitglieder am Brunnen. Bilder von den Arbeiten und zwei Beispiele von Aussichtstürmen wurden hier gezeigt.
Ortsbürgermeister Horst Hoffmann (Zweiter von rechts) empfing Helfer und Ratsmitglieder am Brunnen. Bilder von den Arbeiten und zwei Beispiele von Aussichtstürmen wurden hier gezeigt. FOTO: Herbert Thormeyer
Pellingen. Der Ortsgemeinderat Pellingen hat die Aufrüstung der Straßenbeleuchtung und einen neuen Aussichtspunkt beschlossen.

Ein Dankeschön gibt es vorweg – der Pellinger Bürgermeister Horst Hoffmann hat Helfer des Heimatvereines und Ratsmitglieder vor der eigentlichen Ratssitzung an den Kandelbour, dem neu gestalteten Brunnenumfeld am Ortsrand eingeladen. Dort hat sich nach zahllosen Arbeitsstunden, Spenden und Sponsorenbeteiligung viel getan. Drei Sitzgarnituren, Verbundsteine und sogar eine neue Führung des Karlskopf-Panoramaweges sind entstanden.

Damit ist die Weiterentwicklung des touristischen Magneten jedoch nicht abgeschlossen. Ein Aussichtspunkt soll den Blick über das schöne Pellingen und die umgebende Landschaft noch verbessern. Hoffmann stellte seinem Rat zwei Modelle vor: Eine Aussichtsplattform wie es sie in Saarburg gibt und einen Aussichtsturm, wie ihn Schillingen hat. Die Entscheidung drängt, denn die Frist zur Beantragung eines 80-prozentigen Zuschusses vom Naturpark Saar-Hunsrück ist eigentlich schon abgelaufen.

Der Unterschied zwischen den beiden Aussichtsmodellen liegt auf der Hand. Die kleine Plattform kostet 13 000 Euro, mit einem Pellinger Eigenanteil von 2600 Euro. Der Turm, wie in Schillingen, 40 000 Euro. Davon müsste die Ortsgemeinde 9000 Euro übernehmen. Die Entscheidung fiel leicht und einstimmig für die niedrigere und damit günstigere Variante.

Auch bei der Frage, wo das Bauwerk aufgestellt werden soll, sind sich die Räte weitgehend einig: In der Nähe des Ehrenmals, jedoch ohne es zu verdecken. „Es muss so aufgestellt werden, dass man über die neu gebauten Häuser blicken kann“, fordert Rainer Jakobs von der CDU. Sein Fraktionskollege Andreas Steier hofft bei der nächsten Bewertung des Panoramawegs auf Punktezuwachs.

Mehr Licht für weniger Geld verspricht sich Pellingen mit der Umstellung von 55 der insgesamt 178 Straßenlaternen, die noch nicht auf LED (Light Emitting Diods – Licht aussendende Dioden) umgebaut wurden. Rainer Jakobs, innogy-Mitarbeiter und Ratsmitglied (CDU), stellte die Umstellung vor, die bei 150 Euro Zuschuss pro Lampentausch die Gemeinde nur noch 14 798 Euro kosten wird. „Die EU verlangt diese Umstellung bei allen Lampen, die noch mit Natriumdampf-Leuchten betrieben werden“, erklärt der Fachmann.

Der Hersteller, so Jakobs, gebe 15 bis 16 Jahre als Lebensdauer an und gebe außerdem acht Jahre Garantie. Die Lampen selbst bleiben wie sie sind. Nur das Innenleben wird 2019 ausgetauscht, was einstimmig bei einer Enthaltung beschlossen wurde. Es wird so viel Strom gespart, dass sich die 55 Pellinger Lampen nach sieben Jahren bezahlt gemacht haben werden. Danach verbleiben 2200 Euro im Jahr an Stromkosten in der Ortskasse.