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Moschee in Karthaus eröffnet: Konzer Muslime geben Einblick in ihren Glauben

Die Muslime bei ihrem Gebet im neuen Gebetsraum in Karthaus. Die neue Moschee soll auch eine Begegnungsstätte werden. Ein Ziel des Vereins ist der gemeinsame Dialog mit anderen Religionen. TV-Foto: Matthias Willems
Die Muslime bei ihrem Gebet im neuen Gebetsraum in Karthaus. Die neue Moschee soll auch eine Begegnungsstätte werden. Ein Ziel des Vereins ist der gemeinsame Dialog mit anderen Religionen. TV-Foto: Matthias Willems
Konz. Konz hat ein neues Zentrum für seine muslimischen Bewohner. Der islamische Verein Konz hat am Wochenende die Albukhary Moschee eröffnet. Das neue Gebetszentrum richtet sich an muslimische Konzer aus allen Ländern und soll dem Dialog zwischen den verschiedenen Religionen dienen.

Konz. Aus einem Ort, an dem muslimische Kinder und Jugendliche sich an ihre Religion erinnern sollen, ist ein Gebetshaus und eine Begegnungsstätte für den gemeinsamen Dialog mit anderen Religionen entstanden. Im Beisein von Freunden, Nachbarn und Ehrengästen wurde die Albukhary Moschee nun feierlich eröffnet.
Seit November 2012 gibt es den muslimischen Verein Konz. Die Albukhary Moschee sollte ursprünglich eine Art Aktivitätenraum für muslimische Kinder und Jugendliche sein.
"Wir wollen sie von der Straße holen, wo es oft Probleme mit Alkohol, Drogen und Gewalt gibt.", erklärt Ayyob Mathieu, Vorstandsmitglied im islamischen Kulturzentrum Trier, das die Konzer Muslime unterstützt. "Und wir wollen sie an ihre Religion erinnern. Der Islam steht für Frieden, aber auch Disziplin und gutes Benehmen." Aus dem Aktivitätenraum wurde ein Gebetsraum. Die Albukhary Moschee finanziert sich ausschließlich über Mitgliedsbeiträge und Spenden. Rund zwei Jahre hat es gedauert, bis man die passenden Räumlichkeiten gefunden habe, sagt Bogemaa Assisi, der erste Vorsitzende des Vereins. Der Name Albukhary stammt von dem islamischen Gelehrten Muhammad Al-Buchr (810-870), der verantwortlich dafür ist, dass es noch heute viele Überlieferungen des Propheten Mohammed gibt. "Dieser Mann ist für viele Muslime ein Vorbild. Seine Name steht vor allem für das Streben nach Wissen", erklärt Mathieu.25 Vereinsmitglieder bisher


Derzeit hat der islamische Verein 25 Mitglieder. Alle Nationen sind willkommen. Ein Ziel des Vereins ist es auch, mit anderen Religionen in Dialog zu treten. Unter den Gästen bei der Moscheeeröffnung war auch der erste Beigeordnete der Stadt Konz, Manfred Wischnewski, der die Glückwünsche von Verbandsgemeinde, Stadt und Bürgermeister Karl-Heinz Frieden überbrachte. Wischnewski betonte das gute Zusammenleben der Muslime mit anderen Religionen in der Stadt Konz. "Sie haben sich gut integriert", fasste er zusammen. mwi