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Musiker präsentieren bekannte Chormelodien

Der Musikverein Concordia hat keine Nachwuchssorgen – im Gegensatz zur Sängervereinigung 1880. Und stimmgewaltig in den tiefen Lagen sind hier sogar auch Damen. TV-Foto: Jürgen Boie
Der Musikverein Concordia hat keine Nachwuchssorgen – im Gegensatz zur Sängervereinigung 1880. Und stimmgewaltig in den tiefen Lagen sind hier sogar auch Damen. TV-Foto: Jürgen Boie
Die Sängervereinigung Konz 1880 und der Musikverein Concordia Konz haben vor fast vollem Haus in der Sporthalle der TG Konz musiziert. Das 17. Gemeinschaftskonzert traf den Geschmack des Publikums.

Konz. (jbo) Von Operettenmelodien über Volkslieder bis hin zu klassischem Chorsatz reichte das Spektrum beim schon traditionellen Gemeinschaftskonzert der Sängervereinigung Konz mit dem Musikverein Concordia. Als Thema des Abends wählte man daher folgerichtig "Wie es euch gefällt - altbekannte Chor- und Musikmelodien". Dem Publikum gefiel die Auswahl so gut, dass schon vor der Pause eine erste Zugabe gegeben werden musste.

Die Sängervereinigung Konz existiert seit 130 Jahren. Heute ist der Männerchor mit rund 35 Sängern immer noch gut besetzt und damit in der Lage, praktisch jede Musikrichtung zu bedienen. "Es gibt für Männerchöre kaum moderne Arrangements", erklärte Achim Müller, musikalischer Leiter der Sängervereinigung, das Phänomen, dass das "modernste" Stück des Abends "Griechischer Wein" von Udo Jürgens war.

"Falls ich selbst aktuelle Musik für Männerchor arrangieren wollte, ist die Genehmigung dafür sehr teuer", bedauerte der Chorleiter. Besonders kompliziert sei es, für amerikanische Stücke aus den Richtungen Musical, Pop oder Gospel Noten zu erhalten. "Wir können uns das finanziell einfach nicht leisten", klagte Müller. Damit bleibt das Repertoire in einem gewissen Rahmen, der für jugendliche Zuhörer nicht übermäßig attraktiv ist, wie einige Konzertbesucher feststellten.

Das Geheimnis des Gemeinschaftskonzerts mit dem Musikverein Concordia ist aber, dass das bei der Sängervereinigung fehlende junge Publikum durch den Musikverein angelockt wird. "In unserem Orchester haben wir Musiker im Alter von zehn bis 85 Jahren" berichtete die Vereinsvorsitzende Katharina Müller. Ein Blick auf die Bühne machte deutlich, dass die Mehrzahl der Musiker zwischen 15 und 30 Jahren alt sein dürfte.

Das Programm der Concordia spiegelte dann auch den Spagat zwischen Jung und Alt wider und baute die Brücke zwischen den Generationen. Märsche wechselten sich mit Operettenmelodien und Erkennungsmelodien von Fernsehsendungen ab. Dazu etwas Pop und Jazz, veredelt mit solistischen Passagen. Im Publikum wurde mitgesummt, im Rhythmus geklatscht - kein Wunder, dass am Ende stürmisch Zugaben gefordert wurden.