| 18:33 Uhr

Rat beschließt Investitionsprogramm
Schluss mit dem Flickenteppich

Sanierungsfall: Wie hier auf der Bahnhofsstraße sieht es entlang der gesamten Wiltinger Ortsdurchfahrt aus.
Sanierungsfall: Wie hier auf der Bahnhofsstraße sieht es entlang der gesamten Wiltinger Ortsdurchfahrt aus. FOTO: Friedhelm Knopp
Wiltingen. Der Wiltinger Ortsgemeinderat beschließt sein Investitionsprogramm. Während die Sanierung des Bahnhofsvorplatzes in greifbare Nähe rückt, gibt es noch heiße Diskussionen über einen neuen Weinlehrpfad.

Ausbau der Straße Am Gongler, Neugestaltung des
Bürgerhausparkplatzes, ein Gemeinschaftsgarten für Schule und Kita, eine neue Konzeption für den Weinlehrpfad: Der Ortsgemeinderat Wiltingen hat seiner jüngsten Sitzung das Investitionsprogramm fortgeschrieben. Ob die darin für 2018 mit insgesamt 86 000 Euro veranschlagten Projekte tatsächlich alle verwirklicht werden, bleibt offen. Dazu Ortsbürgermeister Lothar Rommelfanger: „Ein Investitionsplan ist zunächst alle Jahre wieder nur ein Wunschkatalog.“

Sicher verwirklicht wird im kommenden Jahr die Anlage eines generationsübergreifenden Gemeinschaftsgartens, die mit 11 000 Euro veranschlagt ist, denn die 80-prozentige Förderung ist bewilligt, wie Rommelfanger mitteilte. 20 000 Euro sind für die Umgestaltung des Bürgerhausparkplatzes vorgesehen, der sich heute noch als triste, unbefestigte Fläche präsentiert. Wie weit dies 2018 vorankommt, ist offen, da bisher laut Rommelfanger „nur ein paar Gestaltungsideen“ existieren. Sicher werde die Gemeinde die Neugestaltung aber mit viel Eigenleistung angehen, und auch ein möglicher Zuschuss sei zu prüfen.

Optisch in die Jahre gekommen und vom Konzept her nicht mehr zeitgemäß ist der Weinlehrpfad. 15 000 Euro stehen dafür 2018 im Investitionsprogramm. Der Punkt führte im Rat zu Diskussionen und Unmut. Die Fragen: „Wie gestaltet man einen modernen Weinlehrpfad, und warum holt man dazu nicht auch die örtlichen Winzer mit ins Boot? Schließlich gehe es ja um die Werbung für deren Produkte.

Ortsbürgermeister Rommelfanger sah das auch so: „Ein neuer Weinlehrpfad, das wird nur noch unter Mitwirkung der Winzer laufen.“ Und man solle auch schon im Voraus mit den Winzern klären, ob der Aufwand überhaupt noch sinnvoll sei. Zunächst, so die Entscheidung des Rats, sollen einige neuere Weinlehrpfade, etwa in Nittel und an der Obermosel, zum Vergleich begutachtet werden. Tenor: „Wenn schon etwas Neues, dann dergestalt, dass es die Besucher auch anspricht.“

Mittel und längerfristig wird der Ausbau der Rosenbergstraße (20 000 Euro Planungskosten für 2019) und Am Gongler (20 000 Euro Planungskosten für 2018) anvisiert. Als Landesaufgabe nicht Teil des Investitionsprogramms sind Sanierung und Ausbau der L-138-Ortsdurchfahrt mit Bahnhofs-, Warsberger- und Scharzhofstraße. Der Bauausschuss hatte die maroden und sanierungsbedürftigen Straße besichtigt und sich einstimmig dafür ausgesprochen, sie mit in das Landesstraßenbauprogramm 2019-2024 aufzunehmen. Auf einstimmigen Beschluss des Gemeinderates soll die Verbandsgemeindeverwaltung mit einer entsprechenden Mitteilung an den Landesbetrieb Mobilität (LBM) Trier beauftragt werden. Allerdings werden auch für Gemeinde und Anlieger Kosten entstehen.

Ortsbürgermeister Rommelfanger: „Der LBM will, dass wir im Zuge eines Ausbaus auch die gemeindeeigenen Bürgersteige in Angriff nehmen.“ Das alles müsse angesichts des Straßenzustands möglichst bald geschehen, so die Auffassung im Rat. Die Sanierung des Bahnhofsvorplatzes rückt dagegen in greifbare Nähe. Sie soll nach Mitteilung der Bahn AG im März 2018 beginnen.