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Hochwasser
Ein Schlauchboot mit Aha-Effekt

Ein Schlauchboot sorgt für Verwunderung: So hoch könnte ein Extremhochwasser der Mosel sein.
Ein Schlauchboot sorgt für Verwunderung: So hoch könnte ein Extremhochwasser der Mosel sein. FOTO: VG Konz / Michael Naunheim
Oberbillig. Oberbilliger erhalten Infos über den Hochwasserschutz. Noch sind Plätze für den Workshop frei.

Ein Schlauchboot auf Höhe des Wasserstandes eines möglichen Extremhochwassers der Mosel sorgt für Erstaunen in Oberbillig. Daneben informierten das Planungsbüro Hömme und das Infomobil des Hochwasser-Kompetenz-Centrums über private Vorsorgemaßnahmen und das Hochwasserschutzkonzept für die Verbandsgemeinde Konz.

 Das Hochwasser-Kompetenz-Centrum (HKC) aus Köln war mit dem Hochwasser-Infomobil vor Ort und informierte anschaulich über Hochwasserschutz und private Objektvorsorge. Dabei konnten die Besucher viele Modelle und kleinere Nachbauten von Schutzvorrichtungen begutachten und anfassen – etwa Rückstauklappen, wasserdichte Fensterverriegelungen, Dammbalken-Systeme und verschiedene Varianten von Sandsäcken und mobilen Elementen. Die Berater des HKC führten die Modelle vor und gaben Informationen zu Herstellern und weiteren Beratungsstellen.

 Unterstützt wurde das HKC durch das Planungsbüro Hömme aus Pölich, das mit der Aufstellung des Hochwasserschutzkonzeptes für die Verbandsgemeinde Konz beauftragt ist und über den Arbeitsprozess und die Ziele des Konzeptes informierte. Außerdem stand die besondere Sensibilisierung der Oberbilliger Moselanlieger im Zentrum der Präsenz der Hochwasserexperten.

Zwischen den Infoständen war ein komplettes Element der Hochwasserschutzwand voll aufgebaut worden. Darüber wurde ein Schlauchboot auf Höhe eines erwartbaren Extremhochwassers der Mosel installiert. Der Aha-Effekt war damit auf jeden Fall gegeben, zeigte diese Installation doch plastisch, dass die Hochwasserschutzwand Oberbillig nicht vor allen möglichen Hochwasserereignissen schützen wird. Eine Vorbereitung auf Hochwasser, welches die Schutzwand überströmen würde, ist definitiv erforderlich und soll ein zentrales Thema des bevorstehenden Workshops mit den Oberbilliger Bürgern Ende Oktober sein.

 In Zusammenarbeit mit Fachbehörden und Maßnahmenträgern sowie im Rahmen einer intensiven Bürgerbeteiligung wird ein wirksames Starkregen- und Hochwasserschutzkonzept für das Verbandsgemeindegebiet erarbeitet.

Der Workshop zum Projekteinstieg für die Ortsgemeinde Oberbillig findet am Mittwoch, 31.Oktober, um 19 Uhr im Saal Rezas (ehemals HdF) statt.

Anmeldungen für den Workshop per Telefonnummer unter 06507/99 88 3-0 oder per E-Mail an info@vgkonz.hochwasserschutz-konzept.de