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Wirtschaft
Winzer laden zur kostenlosen Weinprobe beim Konzer Herbstmarkt ein

Die Winzer Peter Greif (links) und Felix Weber (rechts) sowie ihre Kollegin Sarah Schmitt (Zweite von links) stoßen an mit Herbstmarkt-Organisator Christof Kramp und Jörg Kranz-von Fricken vom Stadtmarketingverein.
Die Winzer Peter Greif (links) und Felix Weber (rechts) sowie ihre Kollegin Sarah Schmitt (Zweite von links) stoßen an mit Herbstmarkt-Organisator Christof Kramp und Jörg Kranz-von Fricken vom Stadtmarketingverein. FOTO: TV / Christian Kremer
Konz. Acht Weingüter helfen dem Stadtmarketingverein, am 23. September möglichst viele Kunden zum verkaufsoffenen Sonntag nach Konz zu locken. Im Vereinsvorstand steht ein Wechsel an.
Christian Kremer

Ich kümmere mich beim Trierischen Volksfreund seit 2010 um die Konzer Ausgabe. Vorher habe ich ein Volontariat in der Redaktion absolviert und in Trier Germanistik, Politik- und Medienwissenschaft studiert. Mir ist es besonders wichtig, im Dialog mit den Lesern zu sein. Wer Anregungen hat kann sich jederzeit an mich wenden.

Die Konzer Geschäftsleute haben es nicht leicht, an verkaufsoffenen Sonntagen Besucher in die Innenstadt zu locken. Oft fahren die Gäste nur in ein großes Möbelgeschäft auf der einen oder einen Baumarkt mit Spezialangeboten auf der anderen Seite der Stadt. Die Innenstadt selbst lassen die Besucher oft links liegen. Das will der Stadtmarketingverein ändern. Deshalb arbeitet er seit inzwischen drei Jahren mit dem Veranstaltungsexperten Christof Kramp aus Saarburg zusammen. Er hat die Regie über die Märkte bei den verkaufsoffenen Sonntagen übernommen. Für den kommenden Sonntag, 23. September, hat er zusammen mit dem Stadtmarketingverein ein neues Konzept erarbeitet: „Wein und Markt“, heißt es dann.

Auf dem Konzer Marktplatz wird es dann nicht nur Stände mit regionalen Handwerksprodukten wie Lederwaren geben. Acht Winzer von Saar und Obermosel veranstalten eine kostenlose Probe, um sich zu präsentieren. Ihre Weine werden dann auch an einem Stand verkauft. Unter den Winzern sind einige Jungwinzer. Einer von ihnen ist Felix Weber. Der 24-jährige Wiltinger, der seine Winzer-Ausbildung am Steillagenzentrum in Bernkastel-Kues gemacht hat und in Geisenheim studiert, erzeugt seit 2015 auf einem Hektar Anbaufläche Riesling. „Für mich ist der Markt eine tolle Plattform, um den kompletten 2017er-Jahrgang zu präsentieren.“ Seine Winzerkollegen sehen das ähnlich.

„Es geht mehr Richtung Genuss“, sagt Kramp. Der Organisator des Markts beim verkaufsoffenen Sonntag freut sich, dass sie die Winzer dabei haben. Doch kulinarisch werde bei dem Markt noch mehr geboten, sagt Kramp. Unter anderem gebe es Wildbratwurst und Burger mit Frikadellen aus Wildfleisch. Wer das nicht wolle, bekomme auch Rinderfrikadellen, sagt Kramp. Zudem gebe es Hunsrücker Brot und andere Stände mit regionalen Produkten. Für Kinder biete der Karnevalsclub Konz (KCK) eine Schmink­ecke an. Eine Band tritt ebenfalls auf. Die Akustik-Cover-Gruppe Sing Out Loud aus Trier spielt laut Kramp erstmals in Konz.

Fluch und Segen zugleich sind laut Optiker Jörg Kranz-von Fricken, Mitglied des Vorstands im Stadtmarketingvereins, die großen Geschäfte. Sowohl Möbel Martin am Karthäuser Stadtrand als auch der Hagebaumarkt in Könen ziehen laut dem Geschäftsmann Kunden nach Konz. Allerdings sei es schwer, die Menschen in die Innenstadt zu bekommen. Deshalb ist der Optiker froh über das breite Angebot auf dem Markt. Er könne sich auch vorstellen, noch einmal eine Bahn – ähnlich dem Trierer Römerexpress – für die verkaufsoffenen Sonntage zu organisieren. Solch ein Angebot gab es früher schon einmal für die Karthäuser und die Möbel-Martin-Kunden. Allerdings wurde es wegen der Dauer­baustelle auf der Domänenstraße wieder eingestellt. Die Bahn habe schlichtweg nicht die Umleitung über die B 51 nutzen dürfen, sagt Kranz-von Fricken. Vielleicht könne es ab dem nächsten Jahr wieder ein ähnliches Angebot geben. Darum müsse sich aber dann der neue Vorstand des Stadtmarketingvereins kümmern. Und „neu“ heißt diesmal auch nicht wiedergewählt. Der bisherige Vorsitzende des Vereins, Ernst Holbach vom Schuhhaus Holbach, hat seinen Rückzug angekündigt. „Ich bin zwar nicht amtsmüde, aber ich habe das zehn Jahre lang gemacht und bin jetzt Rentner“, sagt der 68-Jährige. „Da müssen jetzt die Jungen ran.“ Die Gespräche mit möglichen Kandidaten laufen laut Holbach. Eine Vereinsversammlung mit Neuwahl ist für Donnerstag, 11. Oktober, geplant.