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Umwelt
Wer hat Ideen gegen das Hochwasser?

 Der Hochwasserschutz in Oberbillig kann weiter aufgestockt werden. Gemeinsam mit den Bürgern geht es nun um die Frage: Wie kann man Einrichtungen und Bewohner in der ganzen Verbandsgemeinde besser vor den Fluten schützen?
Der Hochwasserschutz in Oberbillig kann weiter aufgestockt werden. Gemeinsam mit den Bürgern geht es nun um die Frage: Wie kann man Einrichtungen und Bewohner in der ganzen Verbandsgemeinde besser vor den Fluten schützen? FOTO: TV / Christian Kremer
Konz. Die VG Konz entwickelt ein neues Konzept, das die Bürger vor und Einrichtungen vor Hochwasser schützen soll. Wie das Konzept aussieht, entscheiden zu einem großen Teil die Bürger. Ende Januar geht es los.

(red) Gemeinsam mit den Bürgern will die Verbandsgemeinde (VG) Konz überlegen, wie sie schlimme Schäden durch Hochwasser künftig verhindern kann. In einer Auftaktveranstaltung am Mittwoch, 31. Januar, um 19 Uhr im Kloster Karthaus in Konz wird das Projekt vorgestellt. In weiteren Workshops geht es um die Details (siehe Info).

Hochwasser ist als Teil des natürlichen Wasserkreislaufes ein Naturereignis, das nicht verhindert werden kann. Je intensiver ein Gebiet von Menschen genutzt wird, desto größer können auch die Schäden bei Hochwasser sein.

Die VG Konz liegt an der Mosel und der Saar – eine entsprechend große Gefahr geht von Überschwemmungen durch die Flusshochwasser aus.

Auch in den an kleineren Bächen und Gewässersystemen gelegen Ortsgemeinden sorgen starke Regenfälle für vollgelaufene Keller und unpassierbare Straßen. Verstärkt werden diese Gefahren durch Sturzfluten aus den Außengebieten, die sich aus den Weinbergen und anderen Hanglagen in die bebauten Ortslagen und auf die Verbindungsstraßen ergießen und dort ein erhebliches Schadenspotenzial haben. In der Vergangenheit wurden in der Verbandsgemeinde Konz bereits Maßnahmen zur Gefahrenabwehr getroffen. Durch die in den vergangenen Jahren häufiger aufgetretenen Überschwemmungen – auch in den von Mosel und Saar entfernten Orten – wird es wichtiger, nach gezielten Vorsorgemaßnahmen vor starken Regenfällen und Sturzfluten zu suchen. Daher nimmt sich nun die Verwaltung der Verbandsgemeinde Konz gemeinsam mit den einzelnen Ortsgemeinden des Themas an.

In Zusammenarbeit mit Fachbehörden und denen, die die Maßnahmen umsetzen werden, soll ein wirksames Starkregen- und Hochwasserschutzkonzept für das gesamte Gebiet der Verbandsgemeinde erarbeitet werden.

Ein zentraler Teil des Konzeptes ist die inhaltliche Beteiligung der Bevölkerung im Rahmen der Auftaktveranstaltung sowie anschließender Workshops. Alle interessierten Bürger der Verbandsgemeinde sind eingeladen, hierbei mitzuwirken. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung werden darüber hinaus auch Möglichkeiten und Pflichten zum Schutz des privaten Eigentums vorgestellt, die die öffentliche Hochwasservorsorge ergänzen sollen.

Das Land Rheinland-Pfalz fördert die Aufstellung von örtlichen Hochwasserschutzkonzepten. Es übernimmt 90 Prozent der Kosten. Die übrigen zehn Prozent der Kosten übernimmt die VG Konz.

In der Auftaktveranstaltung am Mittwoch, 31. Januar, 19 Uhr, im Kloster Karthaus in Konz wird das Projekt vorgestellt.

Für die Teilnahme an den Workshops bittet die Verwaltung um Anmeldung. Interessierte können sich entweder persönlich während der Auftaktveranstaltung anmelden oder sich unter Telefon 06507/998830 beim beauftragten Planungsbüro Hömme melden. Eine Anmeldung per E-Mail an info@vgkonz.hochwasserschutz-konzept.de ist auch möglich.