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Wawerner Hirschkornhaus wird zum Bürgertreff

Franz Zebe, Ortsbürgermeister von Wawern, zeigt den historischen Backofen im Hirschkornhaus. TV-Foto: Max Henning Schumitz
Franz Zebe, Ortsbürgermeister von Wawern, zeigt den historischen Backofen im Hirschkornhaus. TV-Foto: Max Henning Schumitz
Auf der Ortsgemeinderatssitzung in Wawern haben die Ratsmitglieder über die künftige Nutzung des Hirschkornhauses debattiert. Einig waren sie sich darüber, dass in dem Gebäude eine Behindertentoilette eingebaut werden soll und die Wege in diesem Bereich gepflastert werden.

Wawern. (itz) Das Hirschkornhaus in Wawern steht neben der alten Synagoge. Bis zur Zwangsumsiedlung der Wawerner Juden 1938 nach Trier gehörte das Haus der jüdischen Viehhändlerfamilie Hirschkorn. Aktuell sind in ihm einige Gemeindebüros untergebracht.

Der linke Flügel im Erdgeschoss ist im wesentlichen ungenutzt. Dort befinden sich neben einem großen Raum noch ein historischer Backofen und ein altes Bad.

"Geplant ist eine Nutzung als Dorfgemeinschaftsraum und Seniorentreff", erläutert Ortsbürgermeister Franz Zebe die Gründe für eine Investition in Höhe von rund 14 000 Euro. Ein Großteil dieser Investition werde durch Spenden finanziert.

Im Rahmen dieser Ausgaben solle auch der historische Backofen wieder aktiviert werden. Hans Greis, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Wawerner Ortsgemeinderat, überzeugt die vom Bürgermeister vorgeschlagene Nutzung nicht. "Grundsätzlich stimmen auch wir einer sinnvollen Nutzung des Hirschkornhauses zu. Allerdings braucht es dafür ein vernünftiges Konzept." Daran fehle es bisher aber. Er schlägt vor, über die künftige Verwendung und Einrichtung der Räume nochmals im Bauausschuss zu diskutieren.

Mit ihrer Stimmenmehrheit hat die SPD-Fraktion diesen Antrag abgelehnt und der von Bürgermeister Zebe vorgeschlagenen Nutzung und Einrichtung zugestimmt.

Einig waren sich beide Fraktionen im Ortsgemeinderat darüber, dass das alte Bad durch eine Behindertentoilette mit Wickelkommode ersetzt werden soll. Die Kosten in Höhe von rund 9000 Euro trägt zu 80 Prozent das Land Rheinland-Pfalz.

Weiter stimmten die Ortsräte zu, gemeinsam mit mehreren privaten Anliegern die bisher noch nicht befestigten Flächen im Bereich des Hirschkornhauses zu pflastern.

Die Kosten hierfür müssen noch ermittelt werden.