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Verkehr
Weiter Tempo 50 zwischen Trier und Konz

 Die Feyener Bahnbrücke ist beschädigt. Sie soll noch dieses Jahr umfassend instandgesetzt werden.
Die Feyener Bahnbrücke ist beschädigt. Sie soll noch dieses Jahr umfassend instandgesetzt werden. FOTO: TV / Christian Kremer
Konz/Trier. Die Geschwindigkeit auf der B 51 beim Estricher Hof bleibt beschränkt. Die Bahnbrücke an der Stelle ist immer noch sanierungsbedürftig, obwohl sie schon im November teilweise repariert wurde.
Christian Kremer

Redakteur/Reporter

Eine Brücke führt den Verkehr am Stadtausgang bei Feyen auf der B 51 über die Gleise zwischen Trier und Konz. Rund 28 000 Auto- und Lastwagenfahrer passieren das Bauwerk täglich. Seit einigen Monaten gilt dort Tempo 50 in beiden Richtungen. Der Grund dafür ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich. Aber der Landesbetrieb Mobilität (LBM) hat ihn schon im Oktober erklärt: Die Brücke, Baujahr 1977, hat Reparaturbedarf, weil die sogenannten Übergangskonstruktionen stark beschädigt sind (der TV berichtete). Dabei handelt es sich um die Metallteile zwischen dem Überbau und dem Ende der Brücke, welche Verformungen und Bewegungen des Überbaus ausgleichen. Mitte November wurde dann auch eine Fahrbahn der Brücke wegen Instandhaltungsarbeiten für mehrere Tage gesperrt. Die Arbeiten wurden schnell erledigt, das Tempolimit blieb.

Warum, das erklärt der LBM Trier auf eine erneute Anfrage des TV: Die Brücke ist immer noch marode. Was die Straßenbaubehörde im November als „Instandhaltungsarbeiten“ bezeichnet hat, nennt Guido Bauer vom LBM Trier auf TV-Anfrage im Januar „Notsicherung“. Den Hintergrund erläutert er auch: Laut LBM bestehen die beiden Fahrbahnübergänge aus einer 22,50 Meter langen Stahlkonstruktion, welche über alle vier Fahrbahnen verläuft. „An der Übergangskonstruktion aus Richtung Konz kommend waren die Schäden so gravierend, dass auf einer Länge von circa drei Metern eine Notsicherung erfolgen musste, um nicht eine Fahrspur sperren zu müssen“, sagt Bauer. „Dies hätte eine erhebliche Verkehrsbeeinträchtigung zur Folge gehabt.“

Dass weitere Bauarbeiten folgen, war für den LBM klar. Allerdings war nicht direkt klar, dass sie so dringlich sind. Aufgefallen sind die Schäden an der Brücke bei einer Routinekontrolle der Straßenmeisterei Saarburg. In der Folge wurde die Übergangskonstruktion gereinigt und erneut begutachtet. Da wurde klar, „dass alle Fahrbahnübergänge zeitnah erneuert werden müssen“, sagt Bauer. Damit die Schäden sich über den Winter nicht weiter ausdehnen, hat der LBM die provisorischen Arbeiten im November beauftragt.

Der Austausch der kompletten Konstruktion soll noch dieses Jahr erfolgen. Die Planungen sind voraussichtlich bis Mitte April spruchreif. Laut dem stellvertretenden LBM-Leiter in Trier, Hans-Michael Bartnick, ist es kein Problem, dass die Mittel für die Brücke im Bundeshaushalt erst ab 2021 eingeplant sind. „Wenn Not am Mann ist, wird es auch gemacht“, sagt er. Oberste Priorität hat für den LBM, dass der Verkehr durch die Arbeiten nicht zu sehr beeinträchtigt wird. Zurzeit überlegen die Planer zum Beispiel, die Arbeiten nur nachts durchzuführen, damit die Autofahrer etwaige Sperrungen besser verkraften können.