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Wellener Bergbaufirma weist Vorwürfe zurück

Der Eingang des Wellener Josef-Stollens.
Der Eingang des Wellener Josef-Stollens. FOTO: Archivfoto
Wellen. Nach der Warnung des Landesamts für Geologie und Bergbau (LGB) wegen Einsturzgefahr im Wellener Josefstollen (der TV berichtete) meldet sich die Geschäftsführung der Trierer Kalk-, Dolomit und Zementwerke (TKDZ) zu Wort: Man habe die Beamten in einer Vorbesprechung über die Situation im Stollen informiert.

(cmk) Die Mitarbeiter des LGB hätten die eingestürzte Stelle nicht bei einer Routineuntersuchung entdeckt. Vielmehr habe die TKDZ ihnen in der Vorbesprechung zum Besuchstermin am 23. Februar mitgeteilt, dass es im Josefstollen in einem bestimmten Bereich Standsicherheitsprobleme gebe, hieß es in einer Stellungnahme der Geschäftsführung.

Es sei festgelegt worden, die problematische Stelle zu besichtigen, bevor weitere Besprechungspunkte angegangen werden. "Wenn die Beamten nicht vor Ort gewesen wären, hätten wir an dem Tag eine Anzeige per Email verschickt", sagt Werkleiter Heinz Beck.

Das LGB hatte am Donnerstagnachmittag mitgeteilt, dass ein Teil des Josefstollens eingestürzt ist. Zugleich warnte es davor, dass weitere Teile einstürzen könnten, und beauftragte die TKDZ mit der Sicherung. Das Unternehmen gab an, dass es sofort die notwendigen Arbeiten eingeleitet habe. Die Absicherungsmaßnahmen laufen laut Werkleitung.

Das LGB bestätigte auf TV-Anfrage, dass seine Mitarbeiter vor der "angekündigten Befahrung" des Stollens über den Einsturz in Kenntnis gesetzt wurden. "Eine sofortige Meldung des Unternehmens an das LGB nach Feststellung des Ereignisses, die nach dem Bundesbergbaugesetz vorgeschrieben ist, ist nicht erfolgt", sagte LGB-Bergdirektor Andreas Tschauder.