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Bauen
Zwei Dutzend Baugrundstücke sind auf der Höhe geplant

Hier soll das neue Baugebiet Römerberg in Oberbillig entstehen.
Hier soll das neue Baugebiet Römerberg in Oberbillig entstehen. FOTO: Friedhelm Knopp
Oberbillig. Der Gemeinderat Oberbillig hat die Grundlage für ein Neubaugebiet Römerberg gelegt.

. Der Wunsch nach einem neuen Oberbilliger Baugebiet besteht seit Jahren, es gab schon intensive Überlegungen zur möglichen Lage, zum Bedarf und zu erschließungstechnischen Fragen. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat mit seinem einstimmig gefassten Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Römerberg den ersten kommunalrechtlichen Schritt zur Erschließung getan. Entstehen sollen bis zu 24 neue Baugrundstücke.

Das zu erschließende Baugebiet soll als Fortsetzung des Heinzenberg in leichter Hanglage oberhalb der heutigen Ortslage und unterhalb des dortigen Weinguts entstehen, das mit seinen Flächen außer­halb des Planungsgebietes liegt. Das vorgesehene Neubauareal besteht aus ehemaligen Weinanbauflächen, von denen ein großer Teil bereits entstockt ist. Nach Angaben von Ortsbürgermeister Andreas Beiling sind die Eigentümer an einem Verkauf interessiert.

Bei der Hochbauabteilung der Verbandsgemeinde Konz laufen derzeit einige Vorplanungen. In der Sitzung stand Ingenieur Alexander Queins von der Bauabteilung beratend zur Seite. Vor der Abstimmung ließ der Ortsbürgermeister die lange Vorgeschichte des Projekts Revue passieren – von den Anschreiben an alle Haushalte zur Ermittlung des Bedarfs bis zu den ersten Gesprächen mit den Grundstückseigentümern. Die Befragung habe laut Beiling gezeigt, dass ein dringender Wohnbaulandbedarf bestehe. Absicht der Gemeinde sei es, alle Flächen im Planungsgebiet anzukaufen und in Eigenregie zu entwickeln.

Ein Lage- und Höhenplan für das Areal ist inzwischen schon erstellt. Auch werden die sogenannten hydrologischen Verhältnisse des Geländes untersucht. Es geht dabei um die Frage der künftigen Wasserversorgung des neuen Wohngebiets. Aufgrund seiner Lage oberhalb der heutigen Ortsbebauung kann es wegen der Druckverhältnisse nicht einfach an das bestehende Trinkwassernetz gekoppelt werden.

Die Grundlagen für das spätere Erscheinungsbild des neuen Wohngebiets sind schon festgelegt. Gedacht ist an eine Bebauung mit Einfamilien- und Doppelhäusern, ähnlich des Wohngebiets Im Pieter. Dabei gewünscht ist eine regionaltypische zweigeschossige Bauweise ohne weite Dachüberhänge. Flachdächer sollen nicht zugelassen werden, obwohl – so der Konsens im Rat – diese „Bauform stark nachgefragt ist“.

Der VG-Vertreter Queins wies abschließend auf mögliche Probleme und Hindernisse hin, die bei jedem Projekt dieser Art auftreten können. So werde die Oberflächenentwässerung in dieser Lage nicht einfach zu lösen sein. Nie auszuschließen seien Eventualitäten, wie etwa der Artenschutz. Queins: „Jede Planung kann scheitern.“ Doch der Experte sagt auch: „Oberbillig hat eine gute Chance, jetzt in das Projekt einzusteigen.“ Mit einer anschließend einstimmig beschlossenen Satzung sichert sich die Gemeinde das besondere Vorkaufsrecht an den Grundstücken innerhalb des Planungsbereichs. Nach dem derzeitigen Stand gehe man aber davon aus, so Beiling, dass die Gemeinde die Flächen erwerben kann, ohne das Vorkaufsrecht anwenden zu müssen. Läuft alles glatt, kann 2019 mit der Erschließungsplanung begonnen werden.