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Konzert mit Liedermacher Stoppok in Saarburg

Konzert : Lieder, die tief blicken lassen - Konzert mit Liedermacher Stoppok in Saarburg (Fotos)

Feiner Humor, großes Gitarrenspiel und tiefgründige Texte zeichnen die Songs von Stefan Stoppok aus. Am Freitag gab er ein Konzert in Saarburg.

„Stoppok schreibt richtig gute Texte“, sagt Christof Kramp staunend. Der Konzertveranstalter hat diesen Liedermacher schon mehrfach nach Saarburg geholt. Der 65-jährige Wahl-Hamburger Stoppok ist vielfach ausgezeichnet und nutzt Elemente aus Folk, Rock, Rhythm ’n’ Blues oder auch Country für seine Stücke. Sie klingen irgendwie immer, als hätte man das alles so erlebt.

Stoppok ging durch die harte Schule der Straßenmusik, bevor seine Karriere begann. Schon häufiger war Beate van Ooyen mit ihrem Mann Werner aus Saarburg bei Stoppoks Konzerten. Sie sagt: „Er ist so originell – ein Repertoire von lustig bis besinnlich.“ Claudia aus Trier findet auch: „Die Texte sind so richtig gut, tiefgründig und zum Nachdenken, aber manchmal auch nur zum Lachen.“

Stoppok ist eben Stoppok, einfach unverwechselbar. Das erkennt man schon an seinem bunt gepunkteten Bühnen­outfit. Vier Gitarren, ein Cajon für den Bass und den Rhythmus: Mehr braucht er nicht, um die Bühne allein auszufüllen. Dabei regt er das Mitdenken des Publikums immer an, wenn er beispielsweise den Abend mit dem Titel „Wie schnell is nix passiert“ eröffnet. Der „Spezialistenblues“ hat gerade wieder Konjunktur und passt gut zur derzeitigen Situation.

 Ins rechte Licht gerückt trägt Stefan Stoppok sogar schon einen Heiligenschein.
Ins rechte Licht gerückt trägt Stefan Stoppok sogar schon einen Heiligenschein. Foto: Herbert Thormeyer

Ein roter Faden bei diesem Musiker ist die Corona-Pandemie. Immer wieder erzählt er ein wenig beim Stimmen der Gitarre­: „Das war eine lange Zeit des Nichtspielens. Ich muss mich erst einmal wieder an die Bühne gewöhnen.“ Denn bei ihm hat sich die Krise breit­gemacht, auch weil es die Zeit zwischen „Twen-Tours und Senioren­pass“ der Bahn zu überbrücken galt. Philosophisch fragt er: „Geld oder Leben. Hat man wirklich eine Wahl?“ Am Ende zählen Taten. Es gibt einen guten Rat: „Es lohnt sich, bei allem genau hinzuschauen.“ Corona schwingt mit und auch die Umweltprobleme. „Weck’ Dein Herz und Hirn“, ist auch ein guter Rat. Und: „Mal Dein Herz mit Farbe an, denn dann, Ärger, kannst du mich nicht anschmieren.“

Noch macht der 65-Jährige nicht den Eindruck, als sei er am Ende seiner musikalischen Welt­anschauungen. Es lohnt sich, wiederzukommen, wenn Stoppok wieder in Saarburg ist.

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  Stefan Stoppok bei seinem Auftritt in Saarburg. Ins rechte Licht gerückt, trägt er sogar einen Heiligenschein.
Stefan Stoppok bei seinem Auftritt in Saarburg. Ins rechte Licht gerückt, trägt er sogar einen Heiligenschein. Foto: Herbert Thormeyer

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Hier geht es zur Bilderstrecke: Stefan Stoppokin in der alten Kaserne Saarburg