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Krankenhäuser wollen enger zusammenarbeiten

Krankenhäuser wollen enger zusammenarbeiten

Die Zusammenarbeit der Klinik der Barmherzigen Brüder Trier (BBT) mit dem Verbundkrankenhaus Bernkastel-Wittlich der Cusanus Trägergesellschaft Trier (CTT) soll verstärkt werden. Wie stark, das prüft das Bundeskartellamt. CTT-Geschäftsführer Burkhard Naurath rechnet mit neuen Arbeitsplätzen.

Über die geplanten Entwicklungen wurden die Mitarbeiter am Tag nach der TV-Berichterstattung informiert. „Ich muss gestehen, wir haben nicht agiert sondern reagiert“, sagt CTT-Geschäftsführer Burkard Nauroth.

Auffällig ist, dass das Wort „Übernahme“ vermieden wird. So heißt es in einer Presseerklärung zu den Plänen: „Mit der Entscheidung, im kommenden Jahr die Betriebsführung für das Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich durch den BBT anzustreben, setzen die beiden Krankenhausträger einen weiteren Meilenstein in ihrer langjährigen Zusammenarbeit.“

Schon länger über die Pläne zur Änderung der Leitungsstruktur informiert ist der CTT-Regionalbeirat, denn das Verbundkrankenhaus ist im Eigentum des Landkreises. Bei einem Treffen im August seien „die Reaktionen sehr positiv gewesen“, sagt der ctt-Geschäftsführer: „Auch weil bekannt ist, dass wir mit den Brüdern seit vielen Jahren auf einem guten gemeinsamen Weg sind.“

Alle bisherigen Kooperationen „trugen zur Erweiterung und Verbesserung der wohnortnahen Gesundheitsversorgung der Bürger unserer Region bei“, sagt Sabine Zimmer, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit des Verbundkrankenhauses. So soll im Zuge des Ausbaus des Kardiologischen Schwerpunktes an der Verbundklinik, ein Projekt das auf die Zusammenarbeit mit dem Brüderkrankenhaus basiert, im ersten Halbjahr 2010 ein Linkskatheter-Messplatz in Wittlich in Betrieb genommen werden. Ebenso wie im Bereich der Wirbelsäulenchirurgie erspare das Patienten vor Ort eine Verlegung an andere Kliniken.

Keine Fachabteilung soll abgebaut werden, mehr Arbeitsplätze könnten entstehen aufgrund der auszubauenden Schwerpunkte Kardiologie oder Schmerztherapie und Akutgeriatrie. Wie sehen die Mitarbeiter die neuen Entwicklungen? Klaus Koch, Mitarbeitervertretung (MAV) am Verbundkrankenhaus, wurde dazu um Stellungnahme gebeten. Die Fragen des Trierischen Volksfreundes blieben unbeantwortet. „Nach Absprache mit dem Kollegen im Vorstand der MAV wollen wir derzeit kein Statement im TV abgeben“, so Klaus Koch.