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KSK Vulkaneifel könnte Investment bei Lehman Brothers verkaufen

KSK Vulkaneifel könnte Investment bei Lehman Brothers verkaufen

Neue Wendung: Die Kreissparkasse (KSK) Vulkaneifel hat nach eigener Auskunft ein Angebot, ihre Anleihen bei der Pleite gegangenen US Bank Lehman Brothers mit Verlust zu verkaufen.

(mh) Die KSK wird die (nach TV-Informationen 2,5 Millionen Euro umfassenden) Papiere aber behalten und setzt darauf, dass diese schon bald in Aktien einer neuen Lehman-Bank umgewandelt werden. Auch am Rande der Bilanzpressekonferenz 2008 sagte Dauns KSK-Vorstandschef Dieter Grau nichts zum Wert der Lehman-Anleihen, die die KSK 2001 gezeichnet hatte und an deren Geld sie seit der Insolvenz der US-Bank nicht heran kommt. Nach TV-Informationen handelt es sich um 2,5 Millionen Euro, was Grau aber erneut weder bestätigte noch dementierte. Auf TV-Nachfrage gab er aber eine aktuelle Wendung in der Sache Lehman bekannt: „Wir haben ein neues Phänomen: Uns liegt ein Angebot vor, unsere Lehman-Anleihen zu kaufen – für 27 Prozent des Ursprungswerts.“ Nach TV-Rechnung wäre das ein Erlös von 650.000 Euro und ein Verlust von 1,85 Millionen Euro. Das wolle die Bank aber nicht tun. Vielmehr setzen Grau & Co darauf, mit den Papieren sogar noch Gewinn zu machen – wenn auch erst in ein paar Jahren. Grau sagte: „Aus Lehman wird nach dem Insolvenz-Verfahren wieder eine Bank entstehen, und da wir einige US-Unternehmen kennen, die nach der Insolvenz wieder sehr erfolgreich wurden, bleiben wir investiert.“ Schließlich würden nach der Insolvenz „unsere Anleihen in Aktien umgewandelt“, so Grau. Und da „unser Engagement so gering ist, haben wir gut aushalten“. Das Investment sei aber in der 2008er-Bilanz „zu 100 Prozent abgeschrieben“. Auf die erneute Frage, wie es zu dem Investment gekommen sei, meinte der KSK-Chef: „Lehmann hatte noch am Tag der Insolvenz ein Top-Rating – wie die Deutsche Bank. Das war eine der ersten Adressen, und eigentlich hatte jeder solche Papiere.“