Kueser Gespräche mit Bundesministerin Annette Schavan

Kueser Gespräche mit Bundesministerin Annette Schavan

Wie aktuell sind die Ideen des Nikolaus von Kues? Bei den zweiten „Kueser Gesprächen“ hat darüber im Kloster Machern auch Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) referiert.

(fpl) Vor weit mehr als 500 Jahren schon forderte Nikolaus von Kues – Cusanus – den Dialog der Religionen und lenkte den Blick auf das, was Menschen unterschiedlichen Glaubens eint. Einen Revolutionär nannte ihn deshalb die Hauptreferentin der zweiten Kueser Gespräche, Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU): „Als andere zum Kreuzzug aufriefen, als fast alle Gewalt wollten, setzte er dagegen.“

Deshalb habe Cusanus auch heute noch Aktualität. Annette Schavan forderte von den Christen einen reflektierten, überzeugten Glauben – erst dann seien sie in der Lage, einen wahren Dialog auch mit Vertretern anderer Religionen zu führen. Und der sei eine gesellschaftliche Notwendigkeit angesichts von vier Millionen Muslimen im Land.

Auch die anschließende Podiumsrunde befasste sich mit der Frage nach einem besseren Miteinander, mit der Fähigkeit zum Dialog und zur Akzeptanz eines andersgläubigen Gegenübers. Mit dabei: Franz-Peter Tebartz-van Elst (Bischof von Limburg), Gerhard Braun (Präsident der Landesvereinigung der Unternehmerverbände), Philosophieprofessor Johann Kreuzer (Universität Oldenburg/Kueser Akademie für Europäische Geistesgeschichte) und Moderator Martin Thomé vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

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