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| 20:34 Uhr

14. Opening Festival Trier: Eintauchen in neue Klangwelten

Kunststudent Philipp Hawlitschek probiert die Klänge an der „Play-Station 4200“ von Nicola Hein aus. TV-Foto: Anke Emmerling
Kunststudent Philipp Hawlitschek probiert die Klänge an der „Play-Station 4200“ von Nicola Hein aus. TV-Foto: Anke Emmerling
Trier. Kontraste und Verbindungen von Zeiten und Kulturen hat es beim 14. Opening Festival für aktuelle Klangkunst gegeben. Die 13 Konzert- und Workshop-Veranstaltungen plus einer Begleitausstellung zogen mehr Interessierte denn je in die Veranstaltungssäle von Tufa und Angela-Merici-Gymnasium.

Trier. Großer Erfolg für Opening, das von der Stadt Trier und Tufa veranstaltete internationale Festival für aktuelle Klangkunst: Mit 750 Besuchern und 140 Teilnehmern an Schülerworkshops hat die 14. Auflage den Vorjahrsrekord brechen können. Schon zum Auftaktkonzert drängen sich 170 Menschen im großen Tufasaal.
Mit "Stimmung" von Karlheinz Stockhausen, einer eigens fürs Festival einstudierten, 1968 entstandenen Komposition für Obertongesang, wird ein Klassiker der Moderne geboten. "In unseren üblichen Konzertprogrammen gilt schon als modern, was 100 Jahre alt ist", bemerkt Staatssekretär Walter Schumacher bei der Eröffnung, für die er sogar eine Berlinale-Einladung abgesagt hat. "Da wird einfach zu wenig gewagt".
Nicht so beim Opening Festival. Hier steht gezielt aktuelle Klangkunst aus dem 20. und 21. Jahrhundert im Fokus, eingebettet in einen historischen oder interkulturellen Kontext. "Brückenschlag" nennen das die künstlerischen Leiter Bernd Bleffert und Thomas Rath. Ein anschauliches Beispiel liefert das Konzert Counterpoint, in dem Blockflötistin Lucia Mense Stücke von J. S. Bach und Telemann mit Werken junger Komponisten des 21. Jahrhunderts kontrastiert.
Auf barocke Triller folgen elektronisch eingespielte Maschinenrhythmen, zu denen Mense ihren Flöten trotzig schnaubende, gehauchte oder pfeifende Töne entlockt. "Da eröffnen sich neue Klangwelten und neue Perspektiven für die Blockflöte", sagt Zuhörerin Hela Schmutzler, die gekommen ist, weil sie selbst Flöte spielt.
Das Hineinwachsen in neue Klangwelten erleichtert Opening durch seine geballte Struktur. Musik auf präpariertem Klavier von John Cage, kontemplative Chormusik von der Renaissance bis heute, Tuba-Solo-Improvisationen, traditionelle und neue koreanische Zither- und Trommelklänge sowie das musikalische Planspiel Ludus Globuli gibt es konzentriert auf ein Wochenende.
Dabei wird auch auf Vermittlung und spielerische Erfahrung gesetzt, großen Anteil haben Workshops für Kinder und Jugendliche. Und die von Studenten der Mainzer Musik-Hochschule konzipierte Begleitausstellung Open Expo lädt mit Installationen zu visuellen und klanglichen Erlebnissen ein. Auch diese erstmals praktizierte Hochschul-Kooperation hat dem Festival neuen Schwung verliehen. ae