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Am 3. Juli spielte Weltstar Prince vor 17000 Zuschauern in Trier

TV-Serie : Eine späte Rückkehr und ein früher Tod

Vor genau neun Jahren gastierte Prince noch einmal in der Region. Im April 2016 starb er an einer Schmerzmittel-Überdosis.

(AF) Popstar zu Gast: Das Prince-Konzert im Moselstadion.

Riesiger Aufwand: Das Prince-Konzert war mit 17 000 Zuschauern nicht das größte Konzert in Trier – zum Open Air mit BAP, Bob Geldof, Dave Stewart und Pur (als erste Band des Tages) kamen ein Jahr zuvor 22 000 Leute ins Moselstadion. Aber die Bühnendimensionen bei Prince waren größer: 60 Meter breit und 30 Meter hoch war die Bühne. 300 Helfer waren im Einsatz.

Historischer Abend? 3. Juli 1992, 19.15 Uhr: „Kein Zweifel. Die Gestalt, die da einem imaginären Raumschiff ent- und die futuristisch gestylte Bühne betritt, ist Prince“, schrieb TV-Redakteur Roland Morgen, der sich schon vorher eine Prince-Show in Rotterdam angeschaut hatte: „Anders als zum Start der Europa-Tournee findet das zum unnahbaren Egozentriker avancierte Ex-Wunderkind aus Minneapolis trotz der bis ins allerletzte Detail durcharrangierten Darbietung Zeit und Muße, mit seinen zwölf Musikern und den ständig umherwirbelnden Tänzerinnen und Tänzern zu schäkern und – man staune – mehrmals lokale Bezüge (’Hello Trier’) herzustellen.“ Die 135-minütige Bühnenpräsenz von Prince „habe bereits ihren festen Platz in der Stadt-Historie“ eingenommen.  Auf insgesamt anderthalb Seiten berichtete der Volksfreund über das Konzert.

Was geschah danach? 19 Jahre später spielte Prince wieder in der Region, in der vollen Rockhal Esch: Auch das war ein besonderer Auftritt – wenn auch längst nicht so geschichtsträchtig wie in Trier. Prince Rogers Nelson starb am 21. April 2016 im Alter von 57 Jahren an einer Überdosis des Opioid-Schmerzmittels Fentanyl.