1. Region
  2. Kultur

Ami Warning in der Trierer Tufa: Große Stimme, große Wirkung

Ami Warning in der Trierer Tufa: Große Stimme, große Wirkung

Eine außergewöhnliche Stimme, dazu eine individuelle Mischung aus Reggae, Folk und Soul - damit hat die erst 18-jährige Ami Warning in der Trierer Tufa die Herzen ihrer Zuhörer erobert. Die Tochter des Reggae-Musikers Wally Warning ("No Monkey") stellte ihr Debütalbum "Part Of Me" vor.

Trier. Ami (Amira) Warning ist 18 und hat gerade ihr Abitur gemacht. Sie sieht jung aus, wirkt fast schüchtern, wie sie eingekuschelt in einen übergroßen Pullover auf der Bühne steht. Doch dann beginnt sie zu singen, und es geht ein "Wow"-Raunen durch den Saal. Denn da klingt eine ganz besondere, eine berührende Stimme. Tief, rauchig-samtig, etwas heiser wirkt sie - wie die einer reifen Frau, einer, die schon jede Menge Lebenserfahrung gesammelt hat. Warm, ernst, melancholisch und leidenschaftlich verströmt sie Seele, trifft den Kern des Souls.
Umgeben wird sie von wunderschön entspannten Reggae-Rhythmen mit Akustikgitarre (Ami Warning), E-Bass, Schlagzeug (Noah Fürbringer) und Saxofon (Paloma Ohm). Ami ist mit Reggae aufgewachsen, ihr Vater ist der von der Karibik-Insel Aruba stammende Multiinstrumentalist und Produzent Wally Warning, der 2007 mit "No Monkey" einen Radiohit landete.
Einige Zeit hat sie in seiner Band Bass gespielt, nun begleitet er sie als Bassist, Gitarrist und Background-Sänger auf der Konzerttour zu ihrem Debütalbum "Part Of Me". Die meisten Stücke, die Ami in der Tufa vorstellt, sind aus diesem Album und von ihr selbst geschrieben. Sie klingen meist nachdenklich, sinnieren darüber, sich selbst treu zu bleiben, Liebe ernst zu nehmen und Herzensentscheidungen gegen jede Vernunft zu treffen. Traurig jedoch sind sie nie, denn in der Musik schwingt oft karibische Lebensfreude mit.
Häufig haben die Lieder auch eine starke Soul- oder Folknote. Das ist eine Mischung, die Herz und Beine gleichermaßen anspricht. Einige im Publikum tanzen, alle zollen Ami und ihrer Band höchste Anerkennung und wollen sie überhaupt nicht gehen lassen. Die junge Frau hat ein enormes Potenzial, man darf auf ihren weiteren Weg gespannt sein! ae