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"Applaus für die Luke"

"Applaus für die Luke"

Für Deutschland hat das Jahr 1989 eine besondere Bedeutung. Denn in diesem Jahr wurde die Berliner Mauer niedergerissen und damit ein Neuanfang möglich. Zugleich war dieses bedeutende Jahr die Geburtsstunde einer Trie-rer Clublegende: Lucky\'s Luke. Das 25-jährige Bestehen wurde am Samstag gebührend gefeiert.

Trier. Auf dem Gelände des Exellenzhauses (Exhaus) herrscht emsiges Treiben: Fleißige Luke-Mitarbeiter nehmen auf der Festivalbühne den letzten Feinschliff vor: Stolperfallen werden beseitigt, mit Hilfe von Leitern wird noch ein wenig dekoriert. Die ersten Gäste versammeln sich am Getränkeausschank.
Der erste Liveact des Tages, Jawknne Music, verzaubert mit seiner kraft- und gefühlvollen Stimme. Der Sänger erzählt dem Publikum, dass er seit zwölf Jahren in die Luke geht und für die Getränke so viel ausgegeben hat, dass er sich eigentlich einen Kleinwagen dafür hätte leisten können. "Leute, Applaus für die Luke", ruft er den Besuchern zu. Die stoßen auf 25 Jahre Lucky\'s Luke an.
Eine große Leistung


Für Jockel Ternes, Pächter der Luke, sind so viele Jahre im Nachtleben keine Selbstverständlichkeit. "Es gibt nur wenige Clubs in Deutschland, die sich so lange halten können", sagt er sichtlich stolz. Das Festival sei ein Dankeschön an alle, die die Luke über 25 Jahre hinweg unterstützt haben.
Auch Laura Weber (20) und Nina Zwilling (23) sind unter den 600 Besuchern des Open-Air-Festivals. Wegen einer bestimmten Band sind sie nicht gekommen. Sie sind hier, um "ihren Club" zu feiern. "In der Luke ist immer gute Stimmung, die Leute sind nett, und es gibt immer coole Musik", sagen sie. Das sieht Benjamin K. (33) aus Trier ein wenig anders, denn er mag die Luke nicht. "25 Jahre sind aber schon eine beachtliche Leistung", räumt er ein. Zudem gibt er zu, dass die Bands ziemlich gut seien.
Tatsächlich haben sich die Veranstalter nicht lumpen lassen und ein Großaufgebot an regionalen und überregionalen Künstlern aufgefahren. Von der Trierer Spaßcoverband Bananenkuchentombola über die Jungs von Razz aus dem Emsland bis hin zur Berliner Band Bonsai Kitten ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Dass einige Trierer trotz des reichhaltigen Angebots regungslos auf ihren Stühlen sitzen, findet Bonsai Kitten-Frontfrau Tiger Lilly Marleen gar nicht gut: "Leute! Mal ein kräftiges ‚Buuuuhhh\' für die Langweiler dort hinten", fordert sie von der Menge vor der Bühne. mmp