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Ausstellung zur Deportation von Juden in Trier

Ausstellung zur Deportation von Juden in Trier

In Kooperation mit der Trier Tourismus und Marketing GmbH (ttm) eröffnen Schüler des Auguste-Viktoria-Gymnasiums am Donnerstag, 27. Oktober, 17 Uhr, eine Ausstellung zum dunkelsten Kapitel der Trierer Stadtgeschichte. Die Ausstellung ist in den Räumen der ttm, Simeonstraße 55/3, zu sehen.

Trier. Der Abend des 26. Februar 1943 war der letzte, den Erich Hermann Süßkind mit seiner Familie verbrachte. Wenige Stunden später brachte Gestapo-Personal den jüdischen Ehemann und Vater in das Gefängnis in der Windstraße, seine Frau und seinen Sohn ins Bischof-Korum-Haus am Rindertanzplatz. Alle drei wurden schließlich mit zahlreichen weiteren Juden über Dortmund nach Auschwitz deportiert. Am 3. März 1943, auf der Rampe von Auschwitz, sah Süßkind seine Familie zum letzten Mal. Als das Lager 1945 befreit wurde, waren seine Frau und sein Sohn bereits tot.
Das Schicksal des Erich Hermann Süßkind ist nur eine von mehreren Opferbiografien, die der Geschichte-Leistungskurs des Auguste-Viktoria-Gymnasiums in der Ausstellung aufgearbeitet hat. Die Ausstellung "(Unge)Rechtes Trier. Die Verfolgung und Deportation der Juden zur Zeit des Nationalsozialismus" ist ab 28. Oktober bis zum 9. Januar zu sehen. Öffnungszeiten: Mo.-Do. 10 - 16 Uhr, Fr. 10 - 13 Uhr. red