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Barockorchester „Le Concert Lorrain“ aus Metz spielt in Luxemburg

Orchester : Neue Impulse aus der Großregion

Hochklassig und fürs Trierer Musikleben noch zu entdecken: „Le Concert Lorrain“ aus Metz spielt Barock

Für aufmerksame Beobachter der großregionalen Konzertszene ist das Orchester „Le Concert Lorrain“ längst ein Begriff. Wenn Pierre Cao mit seinem jetzt leider aufgelösten Exzellenz-Vokalensemble „Arsis Bourgogne“ auftrat, dann war fast immer das Barockorchester aus Metz dabei. Und als im Dezember 2018 Bachs „Weihnachtsoratorium“ mit dem Dresdner Kammerchor unter der Leitung von Marcus Creed anstand, da durfte das lothringische Orchester nicht fehlen.

Weit über die Grenzen der Großregion hinaus ist Le Concert Lorrain längst anerkannt und angefragt. Nur die Trierer Region hat dieses Orchester noch nicht entdeckt. Dabei sind die Signale aus Lothringen eindeutig. Das Interesse am Trierer Musikleben ist da. „Wir können uns eine Mitwirkung bei Oratorienkonzerten durchaus vorstellen“, heißt es aus Metz.

Das lothringische Orchester wurde im Jahr 2000 gegründet und steht seit einiger Zeit unter der künstlerischen Leitung der Cembalistin Anne-Catherine Bucher und des Cellisten Stephan Schultz. Es hat sich auf deutsche und französische Barockmusik spezialisiert und profilierte sich nach seiner Gründung rasch durch die Zusammenarbeit mit hochrangigen Chören und angesehenen Künstlern. Die Liste der Kooperationen nimmt sich aus wie ein „Who is Who“ der alten Musik. Christoph Prégardien ist dabei, Andreas Scholl, Peter Kooij, Hans-Christoph Rademann, das Balthasar Neumann-Ensemble, das Ensemble Capella Amsterdam, der Niederländische Kammerchor.

Am Mittwoch, 18. Dezember, tritt das Metzer Barockensemble mit dem Dresdner Kammerchor im Großen Saal der Philharmonie in Luxemburg auf. Die Leitung hat wieder Marcus Creed. Das Programm konzentriert sich auf Weihnachtskantaten von Johann Sebastian Bach und Bachs Vertonung des „Magnificat“. Es sind Wunderwerke der Kompositionskunst. Bach gibt  jedem Werk,  jedem Satz ein eigenes Profil. Das führt zu kompositorischen Kunststücken wie dem Einleitungssatz zur Kantate 110 (“Unser Mund sei voll Lachens“), in dem Bach in einen bestehenden Instrumentalsatz einen Chor hineinkomponiert. Und doch ist dieses Komponieren nie rein artistisch. Mit seiner perfekten Kompositionstechnik zielt er beharrlich auf die christliche Verkündigung. Sie steht im Mittelpunkt seiner Musik. mö

Das Konzert ist am Mittwoch, 18. Dezember, 20 Uhr, in der Philharmonie in Luxemburg: Johann Sebastian Bach, „Magnificat und Weihnachtskantaten. Le Concert Lorrain“, Dresdener Kammerchor. Solisten: Mary Bevan, Tim Mead, Guy Cutting, Tobias Berndt. Leitung: Marcus Creed. Karten gibt es unter Telefon unter 00352/2632 2632