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Bayer Leverkusen ist mehr als Aspirin und Fußball

Bayer Leverkusen ist mehr als Aspirin und Fußball

Der rheinländische Chor Bayer Leverkusen hat in der Maringer Pfarrkirche ein Konzert mit geistlichen und weltlichen Stücken gegeben. Die Zuschauer waren von dem Können der 60 Sänger begeistert.

Maring-Noviand. Einen beeindruckenden Abend haben 300 Zuschauer in der Maringer Pfarrkirche St. Remigius erlebt. Dort hat der 60 Sänger starke Männerchor Bayer Leverkusen ein eindrucksvolles Konzert unter dem Motto Geist und Welt gegeben. Da singt der 27 Sänger starke kleine Chor zum Auftakt von der Empore, bevor er sich mit den anderen Musikern zum großen Chor im Altarraum vereint.
Schnell wird den Besuchern des Konzerts klar: Heute Abend erleben sie einen besonderen Männerchor. Egal ob geistliche Stücke, beispielsweise von Bruckner oder Schubert oder ob weltliche Lieder wie die Tritsch-Tratsch-Polka oder die Fußballer-Hymne "You\'ll never walk alone", die einen Hauch von englischer Fußball-Arena in die St. Remigius-Kirche bringt, die Sänger haben eine beeindruckende Leistung geboten. "Aspirin und Fußball ist nicht alles, Bayer ist auch Kultur", sagt Moderator Klaus Hilger. Musik berührt uns und ruft Emotionen hervor, ergänzt er. Und das gelingt den Sängern hervorragend: Da werden Chorstücke acht- und siebenstimmig umgesetzt. Besonders beeindruckend: Das Stimmvolumen des Chors, das mal mit instrumentaler Begleitung oder à cappella die Lieder leise oder laut, bedächtig und ruhig oder beschwingt und trotzdem feierlich die Besucher mitreißt. Und auch Frank Sinatras "New York New York" hat man selten aus so vielen Kehlen gehört. Doch gerade bei diesem Lied hätte man sich die Begleitmusik vom Klavier etwas leiser gewünscht.
Bei seinen Solo-Einlagen gelingt es Dietrich Kämmler, das Kirchenschiff mit seiner kraftvollen und berührenden Bass-Stimme allein zu füllen. Seine Stücke gehören zu den Höhepunkten des Abends und veranlassen die Zuschauer zu Bravo-Rufen. "Es ist ein Genuß", sagt Norbert Scherer, der aus Irmenach für das Konzert nach Maring gefahren ist. Ihm haben die Auswahl und die Interpretation der Stücke gut gefallen. "Ich bin ganz ergriffen und fasziniert von der schönen Musik", sagt die Besucherin Liesel Dann aus Piesport.
"Es ist schon ein außergewöhnliches Ereignis, einen so großen und bedeutenden Männerchor hier bei uns zu haben", sagt Eduard Arens, Vorsitzender des Orgelfördervereins St. Remigius Maring, der die Rheinländer zu dem Konzert an die Mosel eingeladen hatte.
Der Erlös aus den Spenden anlässlich des Konzerts, das die Zuschauer ohne Eintritt erleben durften, wird für die jährliche Wartung der Orgel verwendet. cst