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Berühmter Salzburger zieht 2500 Besucher an

Berühmter Salzburger zieht 2500 Besucher an

Engagierte Musiker, ein auskömmliches Budget, potente Sponsoren und vor allem 2500 jubelnde Besucher in 13 Konzerten erfüllen die Organisatoren der MozartWochen Eifel mit Stolz und Freude. Seine Erwartungen seien sogar übertroffen worden, erklärt der künstlerische Leiter, Georg Mais, im Gespräch mit dem TV.

Prüm. Mochte sich der November wettermäßig auch noch so grimmig als trister Allerseelen-Monat gebärden: Mozart und Partner brachten ihn mit ihrer Musik zum Strahlen. Das mögen auch die Musikfreunde so gesehen haben. Stolze 2500 Gäste besuchten die diesjährigen MozartWochen Eifel und ihre 13 Konzerte, bei denen der Trierische Volksfreund Medienpartner war.
Kein Wunder, dass die Veranstalter im Rückblick ebenso strahlen. "Die MozartWochen sind prima gelaufen. Das hat herzlich Spaß gemacht", freut sich Georg Mais. Der künstlerische Leiter des Festivals ist überzeugt: "Das Festival ist ein Gewinn für die Region."
Ganzer Mozart-Kosmos


Etwa einen Monat lang sind die größeren und kleineren Ensembles und die Solisten landauf, landab in der Eifel unterwegs gewesen - bis hin nach Luxemburg und Nordrhein-Westfalen. "Gerade in den kleinen Städten hat die Resonanz meine Erwartungen übertroffen", freut sich Mais.
Die Eifeler Macher hatten auf ihr bewährtes Konzept gesetzt. Sie ließen nicht einfach nur Musik spielen, sondern versuchten sozusagen den ganzen "Kosmos Mozart" transparent zu machen. Dabei schlugen sie die Brücke vom Namensgeber aus Salzburg zurück zu seinen Ursprüngen bis hin zu seiner Wirkungsgeschichte. Hat doch der früh verstorbene Klassiker jede Menge Komponisten beeinflusst. Übrigens nicht nur das: Das Genie faszinierte auch Literaten, Physiker wie Albert Einstein und selbst Philosophen wie den Dänen Sören Kierkegaard.
Unterhaltsam wie sättigend ging im Menukonzert auf Schloss Malberg die Liebe gleichsam durch den Magen. Dort gab es zum Essensgenuss als Beilage Musik und die Liebesbriefe großer Komponisten. Jede Menge Spaß und musikalische Bildung waren angesagt im erstmals präsentierten Kinder- und Familienkonzert. "Das war für mich ein ganz besonderes Erlebnis", sagt Mais.
Der Grundidee des Festivals gemäß ging es nicht darum, mit Namengeklingel Besucher zu locken. Qualität und Nachwuchsförderung prägten das reizvolle Programm mit seinen interessanten Künstlern, darunter der reife Cellist Claus Kanngiesser, der Münchner Flötist Henrik Wiese, das junge Canorusquintett sowie das renommierte Leipziger Streichquartett und das Südwestdeutsche Kammerorchester. Im bejubelten Eröffnungskonzert des Kammerchors Westeifel mit der Jungen Philharmonie Bonn stellte sich das lebendige Musikleben der Region dar. "Es war wunderbar, zu sehen, wie engagiert sich die Künstler eingebracht haben und wie gerne sie gekommen sind", sagt Mais.
Auch die Finanzen stimmten. Immerhin 150 000 Euro umfasste das Budget des Festivals, für das Rheinland-Pfalz Hauptsponsor war. Dass zum ersten Mal auch die Kunststiftung NRW mit im Boot war, erfüllt Mais mit Stolz. "Sehr zufrieden" ist auch Georg Sternitzke. Sowohl über die Programmauswahl als auch über den auskömmlichen Etat freut sich der Geschäftsführer der MozartWochen. Besonders berührt hat den Prümer das Eröffnungskonzert in der Basilika dort. "Das war schon sehr bewegend."
Den nächsten MozartWochen Eifel 2018 sehen Mais und Sternitzke entspannt entgegen. An den Grundsätzen des Festivals soll sich auch weiterhin nichts ändern. "Klein, aber fein und dabei niveauvoll" soll es bleiben. "Dann haben wir alle am meisten davon", ist sich Mais sicher.