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Beste Unterhaltung: Diese Serien lohnen sich!

Serientipps gegen Corona-Langeweile : Beste Unterhaltung: Diese Serien lohnen sich!

Politik, Sex, galaktische Kopfgeldjäger & Co.: Acht Empfehlungen für lange Fernsehabende – vom Klassiker bis zur Neuerscheinung.

Böse Zungen behaupten, dass die Qualität des Fernsehprogramms in den vergangenen Jahren rapide abgenommen hat. Macht ja auch eigentlich nichts, man hat ja genug anderes zu tun. Und Cut!

Denn momentan haben wir nicht viel anderes zu tun, oftmals bleibt nur der Blick auf das heutzutage oft flache Viereck an der Wand. Und so finden wir uns in der immer größer werdenden Flut an Sendern gefangen. Wir schnellen von einem Programm zum anderen. Langweilig, zapp. Hab ich schon gesehen, zapp. Schon wieder eine Casting­show? Zapp!

Gut, dass es Streamingdienste gibt, die uns jederzeit, an jedem Ort mit der Serie unserer Wahl versorgen. Ziel: Schluss mit zappen! Oft laufen viele Folgen ohne Unterbrechung. Der TV stellt heute acht Serien vor, bei denen genau dieser Effekt einsetzt, von Klassikern bis zu Neuerscheinungen. Dabei muss eins klar sein: Jedem gefällt etwas anderes – und da es mittlerweile gefühlt mehr Serien gibt als Fernsehsender, ist diese Liste bei weitem nicht abschließend. Und Showtime!

Stromberg

Foto: picture alliance / dpa/Brainpool/Willi Weber

Das was Couch und Fernsehen momentan in der Freizeit sind, sind Laptop und Videokonferenz auf der Arbeit: Im Homeoffice. So gerne man in Jogginghose im heimischen Büro sitzt, irgendwann vermisst man das Büro – und sogar den Chef. Perfektes Kontrastprogramm bietet Christoph Maria Herbst alias Bernd Stromberg in seiner Kultserie, die mit einem heftigen Augenzwinkern die Tücken des Büroalltages porträtiert. Der Fettnäpfchen-und-Manipulations-Meister Stromberg und seine Mitarbeiter bei der Capitol-Versicherung sorgen noch immer gleichermaßen für Lacher und Fremdscham.

5 Staffeln, läuft bei Netflix und Amazon Prime

Suits

Spielt auch im Büro, aber doch in einer vollkommen anderen Welt. Denn was bei Bernd Stromberg die heruntergekommene Capitol-Versicherung ist, ist bei Suits die hochnoble Anwaltskanzlei Pearson Hardman in New York. Kurzeinstieg: Mike Ross ist hochbegabt – und Schulabbrecher. Als er bei einem Drogendeal auf Harvey Specter, einen der Top-Anwälte New Yorks trifft, ändert sich alles. Mike überzeugt Harvey, der stellt ihn ein. Es folgen genial gespielte Dialoge, hochspannende Fälle und jede Menge übercooler Auftritte. Royaler Nebeneffekt: Prinzessin Meghan Markle in der Rolle der Rachel Zane.
9 Staffeln, 7 laufen bei Netflix und unter anderem bei Amazon Prime

The Mandalorian

Neuer geht nicht. So neu, dass bei Veröffentlichung dieses Textes erst drei Folgen ausgestrahlt wurden. Zugegeben, das verspricht keinen Serienmarathon, aber: Die ersten drei Folgen haben es – besonders für Star-Wars-Fans – in sich. Handlung: Fünf Jahre nach dem Fall des Imperiums verdient sich der mandalorianische Protagonist sein Geld als Kopfgeldjäger. Sein neuster Auftrag führt ihn zu einem Kind der gleichen Art wie der bekannte Jedi-Meister Yoda. Die beiden reisen fortan gemeinsam durch die Galaxie. Eben jener Baby-Yoda alleine ist so witzig,  überraschend und herzerwärmend, dass es sich lohnt, auf die nächsten Folgen zu warten.
1 Staffel, läuft bei Disney+

Friends

Egal ob tollpatschiger Chef (oben links), süßer Baby-Yoga (oben Mitte), intriganter Politiker (oben rechts), unzertrennliche Freunde (unten links) oder meisterhafte Bankräuber (unten rechts): Bei den Serien, die Streaming-Dienste anbieten, ist für alle was dabei. Foto: picture-alliance / obs/Sat.1

Mehr Kult geht nicht. So kultig, dass Friends in keinen Serientipps fehlen darf. Die Sitcom, die Mitte der 90er Jahre Jennifer Aniston, Courtney Cox & Co. zu Stars machte, ist noch heute fesselnder Stoff für die ganze Familie. Die Geschichte der sechs Freunde aus New York gewinnt mit Witz, Liebesdramen und Gefühl im Streaming-Zeitalter immer wieder neue Fans. Eines ist bei Friends verboten: Streamingdienste bieten eine „Intro überspringen“-Funktion an. Doch wer „I’ll be there for you“ von dem Rembrandts überspringt, der hat Ohrwürmer nie geliebt. Wer alle Folgen schon siebenmal gesehen hat: Auch eine achte Runde lohnt sich.
10 Staffeln, läuft bei Amazon Prime

Sex Education

Serienfans kennen, hassen und lieben ihn: Diesen „Oh-Nein-was-machst-du-denn?-Moment“, wenn der Protagonist etwas tut, was ihn zurückwirft. Ein Meister dieses Momentes ist Otis Milburn von Sex Education. Er ist Sohn einer Sexualtherapeutin, der den mütterlichen Job heimlich in der Schule bei Mitschülern ausübt und unsterblich in Klassenkameradin Maeve Wiley (von Emma Mackey sensationell gespielt) verliebt. Sex Education ist tabulos, fesselnd, extrem lustig – und vermittelt Themen wie Homosexualität, Aufklärung und Pubertät. Otis ist nicht echt, seine Themen schon – das macht die Serie zu einer der besten der letzten Jahre.
2 Staffeln, läuft bei Netflix

House of Cards

_DG25488.NEF Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/pm/33221 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Sky Deutschland/David Giesbrecht" | Foto: pa/obs/Die Verwendung ist nur be/David Giesbrecht

Frank Underwood (Kevin Spacey) ist zweifelsfrei einer der intrigantesten Seriencharaktere – und deshalb lieben wir es, ihm bei seiner Politik-Karriere in Washington zuzusehen. House of Cards lieben wir, weil das Geschehen im Weißen Haus brutal ehrlich dargestellt wird. Die ersten fünf Staffeln sind brillant, danach wurde Spacey wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt – und aus der Serie verbannt. Mit ihm fiel auch das Kartenhaus zusammen – Staffel sechs anzusehen ist Zeitverschwendung.
6 Staffeln, laufen unter anderem bei Netflix, Amazon Prime und Sky

Haus des Geldes

11.11.2018, Nordrhein-Westfalen, Köln: Jecken verkleidet als Bankräuber aus der Serie "Haus des Geldes" feiern vor dem Dom den Auftakt der Karnevalssession. Ob Karneval, Fastnacht oder Fasching: In vielen Regionen Deutschlands beginnt am 11.11. wieder die närrische Zeit. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Sehr spannend, dramatisch – aber auch mit gut verpackter Gesellschaftskritik: Mit diesem Mix wurde die spanische Produktion „La Casa del Papel“ zur international am häufigsten angeschauten nicht-englischsprachigen Serie auf Netflix. Es ist auch nicht schwer, mit dem „Professor“ und seiner Truppe mit den Dalí-Masken zu sympathisieren, die in den Staffeln 1 und 2 mit clever ausgetüfteltem Plan die spanische Banknotendruckerei überfallen. In Staffel 3 wiederholt sich das Prozedere beim Überfall auf die Zentralbank. Das ist in mancher Hinsicht vorhersehbar, lohnt sich aber nicht nur wegen der guten Produktion weiterhin.
bisher 3 Staffeln, Netflix, Staffel 4 ab Freitag, 3. April.

The Handmaid’s Tale (Der Report der Magd)

Düstere Dystopie, großartig inszeniert: „Gilead“ – das Amerika der nahen Zukunft – ist ein totalitärer Gottesstaat, in dem Frauen brutal ausgebeutet werden. Protagonistin June/Desfred, brillant gespielt von Elisabeth Moss, stemmt sich dagegen. Harter Stoff, der sich aber unbedingt lohnt.
bisher 3 Staffeln, läuft bei MagentaTV (Staffeln 1/2 auch bei Amazon Prime)