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Bundeswehr-Big-Band begeistert 4000 Zuhörer in Bernkastel-Kues

Mosel-Musikfestival/ Stadt Bernkastel-Kues
Mosel-Musikfestival/ Stadt Bernkastel-Kues FOTO: Artur Feller
Bernkastel-Kues. Musikalisch und optisch ein Genuss war der Konzertabend am Mittwoch am Bernkastel-Kueser Moselufer. Zum 30. Geburtstag des Mosel Musikfestivals spielte die Big Band der Bundeswehr Jazz und James-Bond-Melodien. 4000 Zuhörer waren begeistert – auch vom anschließenden Feuerwerk. Christina Bents

Ein Feuerwerk in musikalischer und optischer Form hat das Mosel Musikfestival zu seinem 30-jährigen Bestehen geboten. Intendant Hermann Lewen beschenkte die Besucher am Mittwochabend mit einem Auftritt der Big Band der Bundeswehr am Bernkastel-Kueser Moselufer und einem Feuerwerk über der Burg.

Mittelpunkt des Abends war allerdings eindeutig die musikalische "Geheimwaffe" der Bundeswehr. Sie zeigte ihre Klasse in verschiedensten Stilrichtungen. Die Vollblutmusiker starteten mit einer rockigen Einleitung und gingen dann über in ein Jazzstück von Quincy Jones: "The Birth of a Band". Hier hatten die einzelnen Instrumentalsätze erste Gelegenheit, sich zu präsentieren. Die Saxofone spielten in rasantem Tempo, die Trompeten ließen ihren Tonumfang aufblitzen und die Rhythmusgruppe trieb die Band voran. Dazu spielten die Solisten präzise und intensiv über ihre Chorusse.
Mosel Musikfestival

Ab diesem Moment war den rund 4000 Besuchern bewusst, dass ein Abend der musikalischen Extraklasse auf sie wartete. Weiter ging es mit dem Besten aus den James-Bond-Filmen. Während hier Posaune, Saxofon und Flügelhorn ihre Soli hatten, zeigte das tiefe Blech seinen satten Ton gepaart mit präzisen Einwürfen, die einen breiten Klangteppich ausbreiteten und die Solisten weiter antrieben. Soul und Rhythmus kamen mit Sängerin Bwalya auf die Bühne. In John Lennons "Imagine" brachen Band und Sängerin mit der gewohnten Melodie. Pausen, Synkopen, ein leichtes Vibrato, wurden mit afroamerikanischen Rhythmen gepaart.

Dem Publikum gefiel es, die ersten Zuhörer begannen zu tanzen. Mit der Volksweise "Walzing Matilda" folgten ungewöhnliche Klänge. Auf einem typisch australischen Blasinstrument, dem Didgeridoo, afrikanischen Trommeln und einer Waterdrum - Kürbishälften in Wasserschalen - wurde unter anderem gespielt.

Es folgten weitere Höhepunkte wie ein improvisiertes Schlagzeugsolo, zwei Gitarren, die sich gegenseitig die besten Gitarrensequenzen der Musikgeschichte zuspielten und ein Queen-Medley, das Sänger Ralf Winter sehr präsent auf der Bühne sang.

Jetzt gingen auch die Besucher auf der Moselbrücke und in den hinteren Reihen voll mit. Erst nach zwei Zugaben entließ das Publikum die Band, um sich dem zweiten, optischen Genuss des Abends zu widmen: Zur Musik von Mussorgskis "Bilder einer Ausstellung" schnellten Feuerwerkskörper in die Höhe, was mit viel Applaus gewürdigt wurde.
Der Abend diente zudem einem guten Zweck: Gespendet wurden insgesamt 11.000 Euro für den Förderverein der Rosenbergschule, das DRK Sozialwerk und den Verein Amme, die sich für Musiker mit Behinderung einsetzen.