Bunt, abwechslungsreich, spontan

Tilopâ Monk ist ein vielseitiger Künstler. Der Beuys-Schüler beeindruckt mit ausdrucksstarken, kräftigen Farben, beherrscht aber auch weitere Disziplinen. Seine Arbeiten sind derzeit in der Trierer Tufa zu sehen.

Dramatische Kontraste und Farben zeichnen Monks Arbeiten aus. TV-Foto: Alexandra Paus

Dramatische Kontraste und Farben zeichnen Monks Arbeiten aus. TV-Foto: Alexandra Paus

Trier. "Seine Kunst ist freier Geist, reine Kreativität. Tilopâ Monk drückt in ihr genau das aus, was er für richtig hält. Er will damit einen Anstoß für jeden Einzelnen geben, freier zu sein," erklärt Titus Freiherr von Lupin, ein enger Freund des Künstlers, in seiner Ansprache zur Vernissage der Tilopâ-Monk-Ausstellung in der Tufa in Trier. Im zweiten Obergeschoss präsentiert Franz Orth, ein großer Fan von Monk und Veranstalter der Ausstellung, die verschiedensten Werke des Künstlers, der 1969 bei Joseph Beuys in Düsseldorf studiert hat. "Insgesamt gibt es fünf Werkgruppen. Die Druckgrafiken, die hinter Glas oder am Projektor gezeigt werden, figurative und kontemplative, sowie symbolische Zeichnungen und einige seiner expressionistischen Werke", sagt Orth.

Monks Kunst zeichnet sich durch eine enorme Vielfältigkeit aus. In seinen abstrakten Malereien konzentriert er sich auf den Moment des Entstehens und schafft so farbenfrohe Bilder von bestechender Klarheit und direkter Spontaneität. Er beherrscht aber auch die klassische Malerei. Hier widmet er sich thematisch oft seinen Erlebnissen in buddhistischen Klöstern. "Ich bin viel durch Asien gereist und habe dort lange als ordinierter Mönch im Kloster gelebt. Die Eindrücke aus dieser Zeit habe ich in meinen Bildern verarbeitet," erklärt der 60-jährige Monk auf TV-Nachfrage.

Aus dieser Zeit stammt auch der Künstlername des Malers, der eigentlich Rüdiger Frank heißt. Monk bedeutet im deutschen Mönch, und Tilopâ hieß der Mönch, der den Buddhismus nach Tibet brachte. Neben der Ölmalerei hat sich der Künstler ausgiebig der Druckgrafik, insbesondere der Radierung gewidmet. Seine technischen Ausdrucksmöglichkeiten erstrecken sich dabei von der Technik alter Meister bis zu Experimenten mit neuen Materialien. Wichtig ist Monk bei seiner Ausstellung, dass Werke aus den verschiedensten Schaffensperioden gezeigt werden. "Meine Bilder stammen aus unterschiedlichen Zeiten. Ich kann nicht sagen, dass ich eine dieser Stilrichtungen bevorzuge. Ich versuche immer, sie im Gleichgewicht zu behalten", sagt der Künstler, der viel Wert auf seine Freiheit und Unabhängigkeit legt. Tilopâ Monk malt nicht für den Markt, sondern für sich selbst. Und genau das wird in seiner spontanen, abwechslungsreichen Kunst sichtbar.

Öffnungszeiten: täglich 10-17 Uhr. (bis 22. Dezember)

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