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Buntes Miteinander in der Kunst

Buntes Miteinander in der Kunst

Künstlertreffen in der Eifel: Zum 52. Mal präsentiert die Europä ische Vereinigung Bildender Künstler aus Eifel und Ardennen ihre Jahresschau in Prüm.

Prüm. (er) Beschwingt eröffnete am Samstag die Jazz-Formation "Senza-five" die 52. Jahresausstellung der Europäischen Kunstvereinigung der Künstler aus Eifel und Ardennen (EVBK) in Prüm, die noch bis zum 16. August zu sehen ist. 135 Künstler haben sich dort im ehrwürdigen Gemäuer der einstigen Abtei mit ihren Werken eingefunden. Was Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy freut: "Unsere Bewusstseinsbildung kann die Unterstützung durch die Kunst gut gebrauchen". Gleich am Eingang sind Werke von Franz-Josef Kochs - diesjähriger Träger des Kaiser-Lothar-Preises - zu besichtigen. Höchst amüsant nimmt der Alsdorfer Künstler auf die Schippe, was an menschlicher Wirklichkeit und Unwirklichkeit dazu reizt. Etwas weiter füllt eine bunte Mischung aus Gemälden, Fotografien, Zeichnungen und Skulpturen die historischen Räume. Einmal mehr wird deutlich: Das Wesentliche an diesem alljährlichen Kunstevent ist der grenzüberschreitende Austausch von Künstlern aus dem Eifel-Ardennen-Raum. Zudem demonstriert die EVBK-Schau nachhaltig das Selbstverständnis der Eifel als Kulturraum. Nicht zu übersehen ist allerdings auch, dass der Vereinigung zunehmend herausragende Positionen fehlen, wie im Bereich der Bildhauerei. Dort ist 2009 nicht einmal Kaiser-Lothar-Preisträger Christoph Mancke vertreten und der einstige Förderpreisträger Dirk Schreiber zeigt kaum Entwicklung. Unter den Fotografen präsentiert sich Rainer Sauerbier melodramatisch. Da lobt man sich doch Beate Eckardts schlichten "Maschendraht" (Fotoprint) oder Marc Eulers Fotografie "Ins Nirgends". Kaum mehr als ein Versuch ist die Video- Installation von Sandro Mugavero. Unter den Gemälden fallen auf: Brunhilde Gierends Mischtechnik "Mumifiziert II" und "Movimento" von Altmeister Antonio Máro. Die Förderpreise gingen an Julia Benz, Janine Kahn und Alexandra Prischedko. Kunst für Kleingeld gibt es zum zehnten Mal in der Sonderschau "Tamtum".