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Cantores Trevirenses geben zum 50. Jubiläum ein Konzert in der Jesuitenkirche

A-cappella-Gesang vom Feinsten beim Jubiläumskonzert der Cantores Trevirenses. TV-Foto: Dirk Tenbrock
A-cappella-Gesang vom Feinsten beim Jubiläumskonzert der Cantores Trevirenses. TV-Foto: Dirk Tenbrock FOTO: Dirk Tenbrock (DT) ("TV-Upload Tenbrock"
Trier. Das Konzert zum 50. Jubiläum des Chores hat eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit und enorme Bandbreite des A-cappella-Gesanges der Cantores Trevirenses aufgezeigt. In der Jesuitenkirche und der Promotionsaula folgten rund 200 Zuhörer dem Programm zwischen Gregorianik und zeitgenössischer Literatur. Dirk Tenbrocks

Als der Chorgründer und langjährige Mentor, Joachim Reidenbach, am Samstagabend in der Promotionsaula des ehemaligen Jesuitenkollegs zu Trier das Wort ergreift, ist es mucksmäuschenstill. Sichtlich ergriffen berichtet der ehemalige Regionalkantor von der Gründungsphase im Jahre 1966 und erzählt aus der bewegten Geschichte des Chores nach seiner Gründung aus dem Trierer Domchor heraus. Unter den Gästen sitzt manch Ehemaliger, der sich in Reidenbachs Anekdoten schmunzelnd bis wehmütig wiederfindet.

Fünfzig Jahre danach besteht der Chor immer noch und beweist mit seinem Konzert, dass er höchst vital ist. Knapp dreißig Sängerinnen und Sänger zwischen 27 und 77 Jahren haben sich heute dem A-cappella-Gesang verschrieben und schöpfen aus dem reichhaltigen Repertoire.

Die Basis ist nach wie vor die geistliche Musik zwischen gregorianischen Chorälen, Bach, Brahms und Bruckner, mittlerweile widmen sich die äußerst engagierten Laien mit ihrem seit 1998 amtierenden Chorleiter Matthias Balzer auch intensiv der zeitgenössischen und weltlichen Literatur. So ist das Konzert denn auch zweigeteilt: Zunächst gibt es die Lieder zum Lob Gottes in der Jesuitenkirche, dann ziehen Chor und Publikum in die Promotionsaula gleich nebenan.

Intensiv ist die Atmosphäre in der Kirche, neben den fein ausgesungenen, barocken Klassikern stehen als musikalische und atmosphärische Höhepunkte zwei Werke von Joachim Reidenbach (Dilexisti justitiam) und Matthias Balzer (Da pacem domine) selbst.

In der gregorianisch anmutenden Motette "Dilexisti justitiam" glänzt Ellen Höfers aus dem Chor heraus sich erhebender Solo-Sopran. Bei Balzers Werk stellen sich die Sänger rund um das Mittelschiff auf, gesprochene Passagen im Frage-Antwort-Stil wechseln mit dem ätherischen Gesang; das schafft eine besonders fesselnde Atmosphäre. Der Chor meistert alle Schwierigkeiten mit Bravour und wird mit großem Beifall belohnt.
In der Promotionsaula gibt es dann weltliche Werke zum Beispiel von Ravel und Brahms sowie zeitgenössische Lieder von John Rutter. Hier entfaltet sich die ganze Freude der Cantores Trevirenses an der Musik, auch einige Ehemalige reihen sich zu den Zugaben ein.

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