Das Forum für Fotografie Mosel-Eifel stellt in der Tufa aus

Fotografie : Stimmungsvolle Fotokunst

Ein fotografisches Gastspiel gibt das Forum für Fotografie Mosel-Eifel in der Tufa.

Zu Gast bei der Fotografischen Gesellschaft Trier ist derzeit mit einer Gruppenausstellung das Forum für Fotografie Mosel-Eifel. Wie der Name sagt, versammelt die Gruppe Fotografen und Fotografinnen aus dem Moselraum und seinen Anrainern links des Flusses. In ihrem Gastspiel in der Tufa präsentieren 16 Mitglieder ihre teilweise sehr sehenswerten Arbeiten  als Schwarz-Weiß- und Farbfotografie. Dabei zeigt sich eine Vielfalt, die nicht allein die Themen betrifft, sondern auch viel über die Vorlieben der Fotografen und ihren  Blick auf die Welt und ihre Lebenswirklichkeit aussagt.

Unterschiedlich ist der Zugriff. Von der Architektur über die Porträt- und Landschaftsfotografie reicht das Spektrum. Offenbar wird in der Schau die Freude an der Reflexion der Form wie bei Andreas Witzig und seinen  abstrakten Arbeiten und  die Experimentierfreudigkeit etwa im Umgang mit der  3-D-Technik. Nicht zuletzt ist es offensichtlich  das Interesse am Menschen, an fremden Kulturen und Landschaften, das die engagierten und unübersehbar reiselustigen Fotografen umtreibt.

Als herausragend, was Stimmung und Komposition angeht, fallen sogleich die Fotografien von Peter F. Wingerter ins Auge. Seine Landschaften sind in ihrer Klarheit längst ihren alltäglichen Verhältnissen entrückt und zu Form, Farbe und Atmosphäre geworden. Ausdrucksstarke, die Seele ins Bild setzende Porträts zeigt Paul Valerius. Einfühlsame Künstlerbilder legt zudem Arnold Binzen vor. Lust an Stadtlandschaften und urbanen Strukturen verbildlicht sich in Markus Scherers Fotografien.

Von der überwältigenden Meereslandschaft erzählen Helmut Krüttens Bilder der Atlantikküste. Wie menschlich nah und in der Ausprägung fern fremde Kulturen sein können berichten Eva Sonne-Krings Fotos aus Rumänien. Unterwegs im Dampflok-Museum in Hermeskeil und im Auto-Skulpturenpark Neandertal war Peter Dietzen. Gerade seine Auto-Fotografien vermitteln eindrucksvoll Verfall und Vergänglichkeit, wie die Rückeroberung der Zivilisation und ihrer Güter durch die Natur.

Durch die aushängende 3-D-Brille betrachtet, verdichten sich die flächigen Foto-Paare (jedes Motiv ist zweimal vorhanden) zu einem dreidimensionalen Bild eines Autos. Das ist als Experiment interessant, der augenscheinliche technische  Erweckungsversuch ist der künstlerischen Qualität allerdings nicht förderlich. Eine sehenswerte Ausstellung, die einmal mehr die verdienstvollen künstlerischen Initiativen in der Region sichtbar macht.

Zu sehen ist die Schau bis 13. Oktober. Dienstags, mittwochs und freitags von 14 bis 17 Uhr, donnerstags von 17 bis 20 Uhr, samtags, sonntags und feiertags von 11 bis 17 Uhr. Mehr Infos: www.tufa-tier.de

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