1. Region
  2. Kultur

Das hölzerne Dutzend

Das hölzerne Dutzend

"Appetitmacher" aus Fichtenholz: Ein so genannter "Arp-Würfel" wirbt vor dem Rheinischen Landesmuseum Trier für das Arp-Museum in Remagen-Rolandseck, das am 28. September Eröffnung feiert.

Trier. Konstantin-Füße, Kulturhauptstadt-Elche - und nun auch noch ein "Arp-Würfel". Trier ist so etwas wie die heimliche Hauptstadt der Kulturevent-Symbole. Der Holz-Würfel als neueste "Errungenschaft" ziert seit Freitag den Platz vor dem Haupteingang des Rheinischen Landesmuseums an der Weimarer Allee, der mit Beginn der Konstantin-Ausstellung (2. Juni bis 4. November) reaktiviert wird. Ein Standort in prominenter Gesellschaft. Weitere Exemplare der Kiste aus naturbelassenem Fichtenholz vor den Landesmuseen Koblenz und Mainz, der Pfalzgalerie Kaiserslautern, dem Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen, dem Historischen Pfalz-Museum Speyer, vor Schloss Engers und der Kunst- und Ausstellungshalle Bonn.Fichtenholz mit nichts drin

Ein weiterer geht auf Rundreise: Die Landesregierung will ihn bei großen Events einsetzen. Sinn der Übung: "Wir wollen damit die Neugier auf das neue Arp-Museum Bahnhof Rolandseck in Remagen schüren", betonte Kultur-Staatssekretär Joachim Hofmann-Göttig bei der Würfel-Präsentation in Trier. Die Aufforderung zur Auseinandersetzung mit dem Künstler Hans Arp und der zeitgenössischen Moderne ist Hofmann-Göttig als Vorstandschef der Stiftung Arp Museum Bahnhof Rolandseck ein besonderes Anliegen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Kurt Beck eröffnen das Museum am 28. September. Die von einer Bopparder Agentur konzipierten Würfel zeigen unter anderem den Museumsnamen, das Eröffnungsdatum und das Arp-Zitat "Ich bin der große Derdiedas".Die von Passanten meistgestellte Frage, was denn in den Kisten drin sei, ist schnell beantwortet: nichts.