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Das Mosel Musikfestival zieht 2016 erneut eine Erfolgsbilanz

Hermann Lewen. Foto: TV-Archiv
Hermann Lewen. Foto: TV-Archiv
Trier/Bernkastel-Kues. Es ist Erfolge gewohnt, das kleine Team des Mosel Musikfestivals um Intendant Hermann Lewen und neuerdings dessen Nachfolger Tobias Scharfenberger. Mit der Saison 2016 sind die Festivalmacher sehr zufrieden. Vor dem Abschlusskonzert am Montag im Trierer Dom beschreibt Lewen gegenüber dem TV die Eigenheiten des Publikums an der Mosel.

Trier/Bernkastel-Kues. Das Mosel Musikfestival bleibt auf Erfolgskurs. Zur Veranstaltungsreihe, die 2016 Anfang Juli startete und am Montag mit Händels "Messias" im Trierer Dom offiziell zu Ende geht, addieren sich die Konzertbesuche auf stolze 13 000. Das entspricht ungefähr dem Ergebnis von 2015. Die Platzausnutzung in den überwiegend kleinen Veranstaltungsräumen lag im Mittel bei 85 bis 90 Prozent. Zu den Höhepunkten zählt Intendant Hermann Lewen den Auftritt von Klavier-Jungstar Kit Armstrong an der Eule-Orgel der Trierer Konstantin-Basilika und das neue Konzert-Format "Sneak Preview", bei dem der Besucher nicht weiß, welcher Künstler ihn erwartet. Dieses Format solle es auch 2017 geben, erklärt Lewen und verspricht außerdem für das kommende Jahr wieder ein "außergewöhnliches Programm mit vielen Weltstars". Das Festival 2017 wird von Lewen und seinem Nachfolger Tobias Scharfenberger noch gemeinsam betreut. Ab 2018 ist Scharfenberger als Intendant dann allein verantwortlich für die traditionsreiche Konzertreihe. Das kommende Festival wird am 8. Juli 2017 mit Beethovens Neunter eröffnet. Die Konzerte zum Abschluss: 3. Oktober, 17 Uhr, Händels "Messias", Trierer Dom. Solisten: Elisabeth Scholl, Terry Wey, Patrick Grahl und York Felix Spee, Trierer Domchor, Kathedraljugendchor Trier und das Orchester Concerto Köln; Leitung: Domkapellmeister Thomas Kiefer. Das Konzert ist ausverkauft.Weihnachtskonzert mit den Pueri Cantores Luxemburg unter Pierre Nimax jr. (18. Dezember, 17 Uhr, St. Michael Bernkastel). Der Trierer Bach-Chor führt die Kantaten eins bis drei von Bachs "Weihnachtsoratorium" auf (21. Dezember, 20 Uhr, Konstantin-Basilika Trier). möExtra

... Hermann Lewen, Intendant des Mosel Musikfestivals Herr Lewen, das Mosel Musikfestival endet wie immer mit einer Erfolgsmeldung. Welche Tendenzen können Sie aus dem Publikumsverhalten ablesen? Hermann Lewen: Wir sind nicht nur bei den Besucherzahlen auf der positiven Seite, sondern auch beim Einzugsgebiet. Wir haben noch keine konkreten Zahlen, aber wir beobachten, dass immer mehr Musikfreunde aus Städten wie Köln oder Stuttgart eigens zu unseren Konzerten anreisen und dann auch hier übernachten. Kulturtourismus ist an der Mosel ganz klar ein Erfolgsrezept. Akzeptieren die Besucher denn die Eintrittspreise? Lewen: In Großstädten sind andere Preise üblich als bei uns. Aber wir beobachten, dass gerade die teuren Karten zuerst verkauft sind. Preise bis zu 89 Euro sind vor allem für Auswärtige kein Problem. Wir haben eher Schwierigkeiten, 18-Euro-Karten zu verkaufen. Erfolge verkaufen sich immer gut. Aber haben sich manche Konzepte nicht bewährt? Lewen: Wir haben Schwierigkeiten mit musikalisch-literarischen Veranstaltungen, obwohl die deutschlandweit sehr beliebt sind. Aber an der Mosel ist das Interesse an Lesungen mit Musik gering. Unser Publikum ist zum allergrößten Teil ein reines Konzertpublikum. Die Fragen stellte TV-Mitarbeiter Martin Möller. mö