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Das neue Tufa-Weihnachtsmärchen wirft philosophische Fragen auf - Premiere am Samstag

Das neue Tufa-Weihnachtsmärchen wirft philosophische Fragen auf - Premiere am Samstag

Von jeder Tierart dürfen nur zwei in die Arche - das ist bekannt. Doch was ist, wenn drei dick miteinander befreundete Pinguine unbedingt zusammen in die Arche wollen? Und welche Rolle spielt Käsekuchen in der Geschichte? In dem Stück "An der Arche um Acht" werden diese Fragen beantwortet.

Trier. Drei Tage vor der Premiere des Tufa-Weihnachtsmärchens proben die vier Darsteller um Regisseur Florian Burg für die Premiere am Samstag. Kurz vor Beginn versucht Sebastian Gasper, im Pinguinkostüm ein großes Tuch über die hölzerne Kulisse zu hängen. Leicht hat er es nicht, da seine Arme einschließlich der Hände in riesigen Pinguinflossen stecken. Auch Friederike Mayerczyk sieht lustig aus, wie sie mit kleinen Schritten über die Bühne watschelt, um Gasper zu helfen. Stephan Vanecek, der die Kostüme der Darsteller entworfen und genäht hat, plaudert quasi aus seinem Nähkästchen: "Claudia Cartellieri spielt eine ziemlich fette Taube, deshalb habe ich ihr den Fettanzug aus dem Musical ,Hairspray' geliehen, den sie unter dem Kostüm trägt."
Im Kindertheaterstück von Ulrich Hub treffen sich alle Tiere, die der Sintflut entgehen wollen. "Wer zu spät kommt, ertrinkt" - die Ansage, die die Taube in Noahs Auftrag da verkündet, ist klar. Die Pinguine sind die letzten, die informiert werden. Nur zwei Tiere von jeder Sorte dürfen in die Arche - doch die Pinguinfreunde sind zu dritt. Was nun? Ob es wirklich so eine gute Idee von Gott ist, alle Menschen und Tiere ertrinken zu lassen - hat er da nicht vielleicht "überreagiert", wie es in dem Stück heißt? Das Stück wirft philosophische Fragen auf, und trotz einiger Pointen geht es ernst zu. "Ich finde es wichtig und richtig, dass es in einem Kindertheaterstück zwischendurch auch mal traurig wird. Es geht nicht um pure Bespaßung", erklärt Regisseur Florian Burg die Auswahl des Stücks, das sich an Vier- bis Zwölfjährige richtet. Vor zehn Jahren wurde "An der Arche um Acht" mit dem Deutschen Kindertheaterpreis sowie dem Niederländisch-Deutschen Kinder- und Jugendpreis für Autoren ausgezeichnet. Von den über 40 Aufführungen (inklusive Schulvorstellungen) sind die meisten schon ausverkauft. Nach der Probe im kleinen Saal haben einige der Anwesenden Appetit auf Käsekuchen - der Grund wird hier nicht verraten.
Premiere im kleinen Tufa-Saal ist am Samstag, 26. November, 15 Uhr. Weitere Termine: 27. November und 3., 4., 11., 18., 23., 26. und 29. Dezember jeweils um 16 Uhr sowie am 11. Dezember auch um 11 Uhr. Karten gibt es im TV-Service-Center Trier, unter der Tickethotline 0651/7199-996 und auf www.volksfreund.de/ticketsExtra

Sicher kennt ihr die Geschichte aus der Bibel, in der Noah ein großes Schiff gebaut hat. Dort heißt es, dass Gott mit einer Flut alles Leben auf der Erde vernichtet, um eine neue Welt zu erschaffen. Von jeder Tierart dürfen nur zwei an Bord. Im Theaterstück "An der Arche um Acht" fragen sich drei befreundete Pinguine, ob das eine gute Idee von Gott war. Denn sie wollen zusammenbleiben und keinen zurücklassen. Doch ganz bestimmt finden sie eine Lösung. Sie müssen nur die Taube, die alles kontrolliert, austricksen. kap