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Der Grammy geht nach ... Luxemburg

Der Grammy geht nach ... Luxemburg

Was haben Taylor Swift, Ed Sheeran und das Orchestre Philharmonique du Luxembourg (OPL) gemeinsam? Sie alle sind Grammy-Preisträger. In der Nacht zu Dienstag wurden die begehrten Musikpreise in Los Angeles verliehen.

Luxemburg/Los Angeles. Ein Grammy geht in diesem Jahr nach Luxemburg: Das Orchestre Philharmonique du Luxembourg, kurz OPL, ist für seine Aufnahme mit Angélique Kidjo für das beste Weltmusikalbum des Jahres ausgezeichnet worden. In der Nacht zu Dienstag nahm die Sängerin aus Benin zusammen mit dem Luxemburger Dirigenten Gast Waltzing den Preis in Los Angeles entgegen.
Kidjo trat 2011 und 2013 im Rahmen der Reihe "Pops at the Phil" zusammen mit dem OPL in der Philharmonie auf - 2013 entstanden einige Tage nach dem Konzert auch die Aufnahmen für das jetzt ausgezeichnete Album "Angelique Kidjo sings with the Orchestre Philharmonique du Luxembourg".
"Ich danke dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg und dem Dirigenten Gast Waltzing. Er hatte die Vision, dass man afrikanische Musik und klassische Musik miteinander verbinden kann, und darum geht es in der Musik", sagte Kidjo, als sie den Preis im Staples Center entgegennahm.
Auf der CD präsentiert die 55-Jährige elf traditionelle Lieder aus ihrem Repertoire, unter anderem "Malaika": "Es ist das Lieblingslied meiner Mutter. Dieses Lied mit dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg zu singen, war ein sehr berührender Moment für mich. Es brachte die alte Melodie in völlig neuem Licht zum Leuchten", so Kidjo.

Ein Kompliment, das Utz Köster der Sängerin nur zurückgeben kann: "Das war ein ganz tolles Projekt", erinnert sich der Trie rer Bratschist, der seit 1989 für das Philharmonische Orchester im Großherzogtum spielt. "Auch wenn das normalerweise nicht unsere Hauptaufgabe ist, hat es total Spaß gemacht", erzählt der 54-Jährige. Das Publikum sei beim Konzert unheimlich enthusiastisch gewesen, und auch die Musiker waren nach der Nominierung "gespannt, wie das ausgeht".
Die Zusammenarbeit zwischen Kidjo, Waltzing und dem OPL war auch schon im vergangenen Jahr bei den Grammys erfolgreich. Da erhielt die Weltmusikerin den Preis für ihr Album "Eve" - und darauf befand sich bereits ein einzelner Titel aus der gemeinsamen CD-Produktion von 2013. Das Stück "Awalole" wurde von Gast Waltzing arrangiert und vom Orchestre Philharmonique eingespielt.
Grüße von den Proben


Von der Auszeichnung, die immer wieder als Musik-Oscar bezeichnet wird, hat Utz Köster erst am Dienstagmorgen erfahren - am Montagabend gingen die Orchesterproben vor. Auch für eine große Feier bleibt in der aktuellen Probenphase gerade kaum Zeit - aber das wollen die Musiker im Sommer nachholen: Da gibt es ein Wiedersehen mit An gélique Kidjo beim großen Gratiskonzert "Fête de la Musique" am 21. Juni auf dem Knuedler in der Luxemburger Hauptstadt.
Und für einen schnellen Gruß über den großen Teich reichte es gestern Abend dann doch noch: Via Facebook schickten die Musiker in einer Probenpause ein gemeinsames Jubelbild aus dem Grand Théâtre an Angélique Kidjo und Gast Waltzing: "Vielen Dank für die schöne Zusammenarbeit! Vielen Dank für den Grammy! Bis bald!"Extra

 Utz Köster. TV-Foto: Archiv
Utz Köster. TV-Foto: Archiv Foto: ("h_st" )

Über die Gewinner in den insgesamt 83 Kategorien entscheiden mehr als 13 000 Experten aus der Musikbranche. Eine Auswahl der Preisträger: Aufnahme des Jahres: Mark Ronson und Bruno Mars "Uptown Funk" Album des Jahres: Taylor Swift "1989" Song des Jahres: Ed Sheeran "Thinking Out Loud" Bester Newcomer: Meghan Trainor Beste Pop-Solo-Performance: Ed Sheeran "Thinking Out Loud" Beste Pop-Duo-Performance: Mark Ronson und Bruno Mars "Uptown Funk" Bestes Popgesangs-Album: Taylor Swift "1989" Bestes traditionelles Popgesangs-Album: Tony Bennett und Bill Charlap "The Silver Lining: The Songs Of Jerome Kern" Bestes Rock-Album: Muse — "Drones" Bestes Rap-Album: Kendrick Lamar "To Pimp A Butterfly" Bester R&B-Song: D'Angelo und Kendra Foster "Really Love" Bestes zeitgenössisches Album: The Weeknd "Beauty Behind The Madness" dpa