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Der Marmorkopf vom Uferdamm

Der Marmorkopf vom Uferdamm

Trier (r.n.

) Einen ungewöhnlichen Fund machten die Archäologen bei den Sanierungsarbeiten am Hochwasserdamm in Trier-Zurlauben. Aus dem Schutt, mit dem ein Bomben trichter im Zweiten Weltkrieg aufgefüllt worden war, bargen sie einen auf den ersten Blick römisch anmutenden Marmorkopf eines jungen Mannes. Die phrygische Mütze, zur Zeit nach der Französischen Revolution auch als Freiheitssymbol (Jakobsmütze) verwendet, deutet allerdings auf eine Entstehung zu Beginn des 19. Jahrhunderts hin. Für den 36 Zentimeter hohen, klassizistischen Kopf, der sich als freie Neuschöpfung an die antiken Idealbildnisse anlehnt, soll im Landesmuseum eine angemessene Form der Präsentation gefunden werden.