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Der Musiker mit den vielen Noten im Kopf: Sebastian Matz ist tot

Sebastian Matz. Foto: Privat
Sebastian Matz. Foto: Privat
Trier. Er war einer der begabtesten und vielfältigsten Musiker der Region. Pianist, Komponist, Sänger, Arrangeur: Sebastian Matz sprühte vor Ideen und Projekten. Doch nun schockiert die Nachricht: Sebastian Matz ist tot. Dieter Lintz

Für seine Band "matz." schrieb der Wahl-Trierer Songwriter-Titel, mit den "Professoren" erfand er alte deutsche Schlager neu, er ging auf "Soul8reisen" und unterhielt brillant als Bar-Pianist.

Hohe Musikalität, exzellentes Handwerk und die Fähigkeit, sich und andere zu begeistern, machten ihn zu einem Magneten. Man gruppierte sich gern um ihn. Er arbeitete auch mit Schauspielern zusammen, komponierte Theater-Musik. Genre-Grenzen interessierten ihn so wenig wie Ländergrenzen - der gebürtige Pirmasenser war auch in Luxemburg präsent, wo er am Konservatorium studiert hatte. Auf seine riesige Produktivität angesprochen, sagte er in einem Interview mit der Online-Plattform hunderttausend.de: "Ich habe so viele Noten im Kopf, die müssen irgendwo hin".

Eine Krebs-Erkrankung riss ihn im letzten Sommer aus seinen aktuellen Projekten. Anfang des Jahres schien die tückische Krankheit besiegt, Matz schrieb den Techno-Soundtrack für die Trierer Theater-Revue "Kleiner Mann, was nun" und veröffentlichte mit "Am Meer" und "Weitergehn" zwei Videos. Doch die bei Youtube eingestellten, beeindruckenden Aufnahmen sind nun eine Art Vermächtnis geworden: Sebastian Matz wurde nur 40 Jahre alt. Er ist am Mittwoch gestorben.