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Der "wunderschöne Monat Mai"

Luxemburg. Die Liebhaber großer Orchestermusik lässt die Luxemburger Philharmonie zu keiner Zeit im Regen stehen. Das Mai-Programm freilich hat einen anderen Schwerpunkt - klein besetzte Ensembles und Solo-Recitals.

Luxemburg. Luxemburgs Philharmonie bleibt ein Schauplatz großer Orchesterstücke. Im Mai ist das Boston Symphony Orchestra unter Andris Nelsons mit Mahlers Neunter der Platzhalter großer Sinfonik (12. Mai). Auch das Orchestre Philharmonique (OPL) ist im Mai aktiv. Unter Gast Waltzing und mit Adriana Calcanhotto, einer hochkarätigen Persönlichkeit der populären Musik Brasiliens und dazu mit Fado-Sängerin Misia aus Portugal präsentiert das OPL in der Reihe "Autour du monde" einen brasilianischen Abend (4. Mai). Das Luxemburgische Staatsorchester ist auch dabei, wenn Cameron Carpenter aus den frommen Klängen der Philharmonie-Orgel einen spektakulären "Hollywood-Manhattan"-Sound zaubert (13. Mai, 19 Uhr).
Gleichwohl: Im Mai stehen die künstlerischen Persönlichkeiten und die kleineren Ensembles im Mittelpunkt des Philharmonie-Programms. Das Kammerorchester Basel unter Giovanni Antonini, das Haydn und Beethoven im Gepäck hat, mag noch als "sinfonisch" durchgehen (30. Mai), und die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker glänzen durch orchestrale Klangfülle (29. Mai). Aber im Übrigen dominieren Solo-Recital und Kammermusik, und das mit anspruchsvollen Programmen. So spielt das Elias String Quartet nach einem Einstieg mit Purcell und Elgar Beethovens Quartett op. 130 und die Große Fuge op. 133 (2. Mai).
Das Luxemburger Quatour Henri Pensis und Niall Brown am zweiten Cello engagieren sich für Schuberts himmlisches Streichquintett (8. Mai, 11 Uhr). Ein hochkarätiges Ensemble aus Christian Tetzlaff (Violine), Tabea Zimmermann (Viola), Clemens Hagen (Cello) und Leif Ove Andsnes (Klavier) hat die drei Klavierquartette von Johannes Brahms im Programm (24. Mai).
Pascal Meyer, Hauspianist des Luxemburger Lucilin-Ensembles, begibt sich mit dem "Joint Venture Percussion Duo" in den äußerst kreativen Grenzbereich zwischen Pop/Rock und Neuer Musik (30. Mai). Jean Muller, designierter Chefdirigent des Luxemburger Orchestre de Chambre und damit Nachfolger von David Reiland, stemmt ein äußerst anspruchsvolles Programm, in dem Bachs Goldberg-Variationen und die 1. Klaviersonate von Brahms die Eckpfeiler sind (9. Mai).
Auch für Freunde des Lieds ist gesorgt. In der Reihe rising stars besingt Bariton Benjamin Appl mit James Baillieu am Klavier in Schumanns Dichterliebe den "wunderschönen Monat Mai" und bringt Reizvolles von Schubert und dem französischen Klassizisten Reynaldo Hahn (1874 - 1947) mit in den Kammermusiksaal der Philharmonie (3. Mai). mö
Beginn, wenn nicht anders angegeben, um 20 Uhr. Karten unter Telefon 00352/2632 2632, Internet <%LINK auto="true" href="http://www.philharmonie.lu" text="www.philharmonie.lu" class="more"%>.
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