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"Deutscher Oscar" für Kameramann aus der Region

"Deutscher Oscar" für Kameramann aus der Region

Große Ehre für den in Trier geborenen, in Piesport aufgewachsenen Kameramann Armin Franzen: Für seine Arbeit am Kino-Film "Kronos. Ende und Anfang" erhielt er in Köln die wichtigste Auszeichnung im deutschsprachigen Raum.

Köln/Piesport. (DiL) Der 32-Jährige war schon zwei Mal mit Kurzfilmen für den Deutschen Kamerapreis nominiert gewesen. Mit seiner dritten Arbeit fürs "große" Kino gelang nun der Sprung ganz an die Spitze - vor starken, gleichfalls nominierten Konkurrenten wie dem "Baader-Meinhof-Komplex" oder "Im Winter ein Jahr".

Der experimentelle Film "Kronos" des Regisseurs Olav Wehling war im vergangenen Jahr gleichzeitig Franzens Diplomarbeit an der Baden-Württembergischen Film-Akademie. Die Fach-Jury des deutschen Kamerapreises lobte vor allem seine "hoch sensiblen Bilder der Nähe" und die überraschende Platzierung von Gegenständen und Personen im Bildraum. Armin Franzen hatte vor seinem Film-Studium zunächst in Köln Mediengestalter gelernt, dann als Beleuchter und Kameraassistent gearbeitet. An einem Aufsehenerregenden Dokumentarfilm über die "Drogen-Stadt" Medellin in Kolumbien war er ebenso beteiligt wie an populären Werbespots für Unternehmen wie Allianz und Commerzbank, an zahlreichen Kurzfilmen, aber auch an Musikvideos.

Der parallel verliehene Deutsche Kamerapreis für das Lebenswerk ging in diesem Jahr an Joseph Vilsmaier.