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Die schlimmste Problemzone der Frau ...

Frustrierte Singlefrau wartet auf den erlösenden Anruf: Cora Hübsch (alias Jasaman Roushanaei) verzweifelt im neuen Studiostück „Mondscheintarif“, weil ihr Traumprinz einfach nicht zum Hörer greifen will. Premiere feiert die Komödie am Samstag, 3. Januar. Foto: Theater Trier
Frustrierte Singlefrau wartet auf den erlösenden Anruf: Cora Hübsch (alias Jasaman Roushanaei) verzweifelt im neuen Studiostück „Mondscheintarif“, weil ihr Traumprinz einfach nicht zum Hörer greifen will. Premiere feiert die Komödie am Samstag, 3. Januar. Foto: Theater Trier
Trier. Meist gesucht: der perfekte Mann fürs Leben. Doch was tun, wenn frau ihn gefunden hat? Vor diesem Dilemma steht Cora in "Mondscheintarif". Das Trierer Theater bringt den Bestseller von Ildikó von Kürthy ab Samstag, 3. Januar, auf die Studiobühne. Mechthild Schneiders

Trier. Er ruft nicht an. Vergebens wartet Cora, 33, auf das erlösende Klingeln des Telefons. Mit jeder Sekunde, die verstreicht, zweifelt sie mehr - an sich. Doch sie hält durch. Drei Tage schon. Denn eine Frau ruft nie schon nach der ersten Nacht an, niemals. Dabei hatte sie den besten Sex ihres Lebens mit ihm: Dr. Daniel Hofmann. Der Mann ihrer Träume. Nun ist sie unsicher. Fragt sich, ob sie für ihn nur ein One-Night-Stand war. Erinnert sich an die erste Begegnung - eine komplette Blamage, an die zweite - peinlich, peinlich - und an das romantische Abendessen zu zweit ...
Millionenfach verkaufte Vorlage


Cora ist die Protagonistin in "Mondscheintarif", dem Bestseller von Ildikó von Kürthy, 1999 erschienen, millionenfach verkauft. 2001 kam die Geschichte mit Gruschenka Stevens in der Hauptrolle (Regie: Ralf Huettner) in die Kinos, 2004 feierte die von Britta Focht und Neidhardt Nordmann bearbeitete Monologfassung Premiere im Stadttheater Lüneburg.
Aus Theaterstück und Film hat Regisseur Dirk Schirdewahn eine eigene Fassung erarbeitet, die Jasaman Roushanaei "40 bis 50 Mal" bei den Kammerspielen Wiesbaden gespielt hat. Die 30-Jährige war freie Schauspielerin in Wiesbaden, bevor sie im September auch als Regieassistentin nach Trier kam. Sie habe die Ein-Frau-Komödie dem Trierer Intendanten Gerhard Weber und seinem Chefdramaturgen Peter Oppermann vorgeschlagen, die sie sofort in den Spielplan aufnahmen. Zu sehen ist "Mondscheintarif" ab Samstag, 3. Januar, im Theaterstudio.
"Man erkennt sich wieder", sagt Roushanaei über die Komödie. "Das Stück spiegelt die Ängste und Sorgen wider, die absurd sind, aber die aufkommen, wenn man verliebt ist, aber der Mann sich nicht meldet. Ich kann mich absolut mit der Protagonistin Cora identifizieren." Daher habe sie viel von sich selbst in die Arbeit mit Regisseur Schirdewahn einfließen lassen können. Roushanaei freut sich schon auf die Auftritte im Studio.
Die Nähe zu den Zuschauern, sagte sie, die intime Atmosphäre dort gefielen ihr. "Das Publikum sieht jede noch so feine Mimik des Schauspielers", sagt sie. "Das sind ganz private, fast Kinoverhältnisse."
Premiere ist am 3. Januar, 20 Uhr, im Studio des Theaters Trier. Weitere Vorstellungen: 17., 30. Januar, 6., 20. Februar, 5., 19. und 27. März, jeweils um 20 Uhr. Infos zur Produktion und Tickets: <%LINK auto="true" href="http://www.theater-trier.de" class="more" text="www.theater-trier.de"%> , Telefon 0651/7181818.